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Odyssee mit Teil(er)lösung

Parkautomaten in Kreuth stehen endlich

Von Robin Schenkewitz

Seit September schwelt das Thema Parkscheinautomaten an Kreuther Wander- und Loipenparkplätzen. Erst gab es lange Lieferverzögerungen, dann waren die Automaten endlich da, jedoch ohne die gewünschte Gästekartenlesefunktion, die den Kurgästen das Parken umsonst ermöglichen soll.

Am 15. Januar wurden die Automaten nun endlich in Betrieb genommen, jedoch immer noch ohne die ersehnte Kartenlesefunktion.

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Mittlerweile hat die Gemeinde Kreuth die neuen Parkautomaten überall aufgestellt.

Das geplante Anbringen von funktionsfähigen “Parkuhren” an den größeren Wanderparkplätzen in Kreuth, ist ein größeres und mittlerweile vor allem langfristiges Problem. Bereits im April vergangenes Jahr wurde beschlossen die Parkflächen für Wanderer kostenpflichtig zu machen. Doch nach monatelanger Lieferverzögerung kamen die Parkscheinautomaten im Oktober letztendlich ohne die gewünschte Gästekartenlesefunktion an.

Gemeinderäte spekulieren über Ursachen der Verzögerung

Letztlich sollte das benötigte Modul vor allem eines können: Die Gästekarte, die es Urlaubern des Tegernseer Tals ermöglicht die kostenpflichtigen Parkplätze umsonst zu nutzen, muss lesbar sein. „Wir könnten die Automaten auch ohne dieses Modul aufstellen“, so Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider im September 2012. Gleichzeitig wies Bierschneider jedoch daraufhin, dass ein nachträgliches Anbringen mit zusätzlichen Kosten verbunden sei.

Die Kreuther Gemeinderäte mutmaßten in ihrer September-Sitzung auch über die Gründe der Firma, den Auftrag für Kreuth nicht ordnungsgemäß und planmäßig auszuführen: „Vielleicht hat die Firma keine Lust auf einen so kleinen Auftrag“

Und auch für Bürgermeister Josef Bierschneider ist der Fall klar, wie er in der gestrigen Gemeinderatssitzung erklärte: “Die Firma hat anscheinend so gutes Geschäft, dass sie unsere paar Automaten nicht braucht.” Das Problem, so Bierschneider weiter, sei auch die EU-weite Ausschreibung und der Umstand, dass die Gemeinde nicht der direkte Auftraggeber ist. “Wir brauchen die Firma, da wir die Daten brauchen.”

Automaten ohne Gästekartenlesefunktion in Betrieb

Die genauen Gründe für die Verzögerungen waren bis Ende des Jahres nicht bekannt. Es hieß nur, das mit der Konfiguration beauftragte Unternehmen habe Schwierigkeiten bei der Programmierung. Da die Module auch bis Weihnachten nicht geliefert wurde, hat sich die Gemeinde Ende des Jahres dafür entschieden, die Parkautomaten ohne die Lesefunktion aufzustellen, um nicht die gesamten geplanten Einnahmen für dieses Jahr zu verlieren.

Gestern verkündete Bierschneider dann die frohe Botschaft: Die Automaten stehen seit dem 15. Januar. Auf die Frage, wie die Bezahlung dann übergangsweise für die Gäste aussieht, antwortete der Kreuther Bürgermeister folgendermaßen:

Die Gäste müssen solange auch bezahlen, anders geht es im Moment nicht.

Rastparkplätze werden gekauft

Die insgesamt neun Parkscheinautomaten für die Parkplätze Bayerwald, Klamm, Wildbad Kreuth, Minigolfplatz und Kurpark sind aber nur der Anfang. Nach und nach werden dann auch die übrigen Flächen folgen. Man müsse dann auch noch sehen, auf welche Parkflächen die Autofahren versuchen auszuweichen und dem Ganzen dann mit Halteverbotsschildern und ähnlichem entgegen wirken, so Bierschneider.

Ein Rastparkplatz in Kreuth

Zusätzlich wurde gestern entschieden, dass die Rastparkplätze an der Bundesstraße in Kreuth, die jetzt noch dem Staat gehören, von der Gemeinde Kreuth erworben werden sollen. Ganz konkret geht es dabei um die Einziehung der Rastparkplätze Reitrain, Siebenhütten und Vorderalm durch das Staatliche Bauamt Rosenheim.

Diese unmittelbar an der Bundesstraße gelegenen Parkplätze befinden sich laut Bürgermeister Josef Bierschneider derzeit noch im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Ursprünglich waren sie als Rastplätze für Fernreisende gedacht. Eine Bedeutung, die mittlerweile verloren gegangen ist. Kreuth wird diese laut Bierschneider ebenfalls zu Wander- und Loipenparkplätzen umbauen. Das ist dann auch deshalb von Vorteil, da diese Parkplätze dann nicht mehr als Ausweichmöglichkeit für kostenloses Parken dienen könnten.

Dass dies notwendig sein kann, zeigt auch die Beobachtung eines Gemeinderates:

Wir haben jetzt seit drei Tagen den Parkautomaten in Siebenhütten. Die Parkbucht gegenüber ist sehr stark frequentiert, aber unten beim Automaten stehen nur drei Autos.


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