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Wunschliste zum Otterfinger Sportzentrum am alten Standort

Seit Jahren kaum Fortschritt

Von Maximilian Liegl

Gestern ging es in einer Otterfinger Sondersitzung um die Planung des Sportzentrums. Dabei offenbarte sich, dass seit den ersten Planungen im Jahr 2008 kaum etwas voran gegangen ist. Vom nächsten Schritt in der Verwirklichung des Zentrums sei man noch weit entfernt. Noch gibt es zu viele ungelöste Probleme.

So sieht die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2008 aus.
So sieht die ursprüngliche Planung aus dem Jahr 2008 aus. / Quelle: Boiger

Gestern Abend tagte mal wieder eine Sondersitzung des Otteringer Gemeinderats zum Sportzentrum. Zu Beginn der Sitzung präsentierte Holzkirchner Architekt Christian Boiger seine Pläne aus dem Jahr 2008 für ein Sportzentrum am alten Standort.

Ein wesentliches Problem des alten Geländes ist vor allem der Platz: Nicht alle Wünsche und Vorgaben können dort verwirklicht werden. „Sie müssen Kompromisse eingehen“, betonte Boiger.

Alter Plan wird wohl in Schublade bleiben

Im Plan von 2008 hatte Boiger bereits das Maximum aus der zur Verfügung stehenden Fläche rausgeholt. Dazu gehört unter anderem eine Dreifachturnhalle, eine Beach-Volleyball-Arena, eine acht Meter hohe Kletterwand sowie lichtdurchflutete Räumlichkeiten für Gymnastik und Fitness. Des Weiteren ist die Planung barrierefrei und damit behindertengerecht. Zudem verfügt sie über die Möglichkeit, eine solarthermische Anlage auf dem Hallendach zu instalieren.

Die Fußballfelder und das alte Vereinsheim bleiben dabei unangetastet. Von einer Sanierung des alten Gebäudes rät der Architekt jedoch ab: „Ich würde da kein Geld mehr reinstecken.“ Die Kosten belaufen sich nach der Planung allein für die Dreifachhalle auf knapp sieben Millionen Euro brutto – laut konservativer Schätzung aus 2008. Damals wurde die Planung für den alten Standort eingestampft. Grund: Die Gemeinde kaufte das Grundstück in der Kreuzstraße und plante mit der neuen Fläche.

Doch auch jetzt, nach dem Bürgerentscheid für einen Verbleib am alten Standort, werden Boigers Pläne wohl in der Schublade bleiben. Grund hierfür ist sowohl die Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen, als auch das EU-Recht. Die besagen, dass Kommunen bei einem Bauvorhaben dieser Größenordnung eine europaweite Ausschreibung starten müssen. Sehr zum Nachteil des ortsansässigen Holzkirchner Architekten. Boigers Büro ist für eine solche Ausschreibung zu klein und hätte kaum Chancen – und das obwohl er die Pläne bereits entworfen hat.

Probleme über Probleme

Doch bevor die kostenintensive Ausschreibung überhaupt gestartet werden kann, müssen die genauen Rahmenbedingungen geklärt werden. Und genau davon ist die Kommission bisher weit entfernt. Derzeit gibt es noch einige Probleme die gelöst werden müssen. Eines davon ist der Parkraum. Am alten Standort gibt es zu wenige Parkplätze.

Allgemein stellt der begrenzte Raum ein wesentliches Problem dar. So müssen Kompromisse bei der Ausstattung getroffen werden. Bisher hat die Kommission lediglich eine Wunschliste vorgestellt. Die reicht aber nicht aus. Es fehlen Quadratmeterangaben und genaue Parameter für die Gestaltung des Zentrums. Ohne die macht eine Ausschreibung oder ein Architektenwettbewerb keinen Sinn. Die betreffenden Büros brauchen genaue Vorgaben um Pläne zu erstellen.

Nach über drei Stunden Sitzung wurde das weitere Vorgehen beschlossen. Der Gemeinderat möchte nun Angebote von wettbewerbsbegleitenden Architekturbüros einholen. Dort erhofft sich das Gremium dann weiteren Rat. Aspekte zur Finanzierung wurden bisher nicht besprochen.

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