Wiesseer Beamte hoffen auf Start im Sommer

Polizei-Bootshaus: Bald geht’s los

Es ist offensichtlich eine schwierige Geburt. Doch nun haben die Bauarbeiten für den seit 2015 geplanten Bootsschuppen begonnen. Die Kosten dafür bleiben jedoch nach wie vor unter Verschluss.

Ein Bagger als Symbol des Baubeginns.

Schon im Oktober 2017 zog ein Bagger nördlich der Breitenbachmündung einen Graben für Leerrohre und Leitungen auf dem Gelände, das Herzog Max in Bayern gehört. Eine Bautafel verkündete die Fertigstellung für Mitte 2018. Doch bereits im Frühjahr warfen die Verantwortlichen die kühnen Plane wieder über Bord. Denn der Entwurf glich nicht nur mehr einem Heustadel mit Sprossenfenstern, er war auch eine schwimmende Konstruktion. Wie ein Katamaran sollte die Hütte aus Eisen und Stahlblech auf dem See ruhen und sich dem Wasserstand anpassen.

Der Entwurf, der etwas Besonderes werden sollte, stammt von der Münchner Architektin Claudia Schreiber, die derzeit auch den Neubau des Feuerwehrhauses in Tegernsee plant. In Bad Wiessee sollten zwei sogenannte Dalben, an den Längsseiten in den Boden gerammte Pfähle, die Hütte tragen. Die Außenschalung mit fünf Fenstern an beiden Längsseiten sollte aus unbehandeltem Holz errichtet werden. So der ursprüngliche Plan, der als „U-Boot-Bunker“ bezeichnet wurde. Wohl auch deswegen stockte das Vorhaben und musste vor einem Jahr erneut auf den Prüfstand.

Statt „U-Boot-Bunker“ eine Boots-Garage

Dann entschied sich das Staatliche Bauamt in Rosenheim für Schreibers dritte Tektur mit einem festen Gebäude halb am Land, halb im Wasser. Mit dieser Anlandung könnten erhebliche Kosten eingespart werden, hieß es aus Rosenheim. Doch um welche Summen es konkret geht, darüber herrscht Stillschweigen. Auf die kursierenden 450.000 Euro wollte man sich in Rosenheim nicht festlegen. Allein darauf, „dass die uns anvertrauten Steuergelder sinnvoll und wirtschaftlich verwendet werden“.

So soll das neue Bootshaus der Polizei aussehen: halb am Land, halb im Wasser / Quelle: Staatliches Bauamt Rosenheim

Eine Spundwandkonstruktion mit Holzpfählen und eine Stahlbeton-Bodenplatte werden dem Haus den nötigen Stand geben. An die Südseite kommt ein Schwimmsteg, damit auch bei Hochwasser ein noch Anlegen möglich ist, da das Boot dann nicht mehr in der Hütte bleiben kann. Damit ändert sich auch die Wandhöhe des Baukörpers um einen halben auf 4,60 Meter. Ansonsten bleibt es bei den Maßen von 15,50 auf 7,50 Metern. Darin ist Platz für das im Sommer 2016 in Dienst gestellte „WSP 44“ Boot für 60.000 Euro der Wiesseer Inspektion. Deren Chef Wolfgang Sigel hofft, dass die Garage im August fertiggestellt ist.

Bislang fristet das 150 PS starke Boot sein Dasein in einer eher baufälligen Hütte in Rottach-Egern am Schorn, etwa fünf Kilometer von der Einsatzleitung entfernt. Künftig sind es nur noch 600 Meter. Dort, zwischen Yachtclub und Freibad Grieblinger, wurde nun mit dem Tiefbau im Schwemmland begonnen, um die Fundamente für das Bootshaus zu verankern.


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