Einbruchsserie am Tegernsee aufgeklärt - vier Verdächtige festgenommen

Tresordiebe gehen ins Netz

Von Nadja Weber

Den ganzen Sommer über haben Seriendiebe die Kriminalpolizei Miesbach auf Trab gehalten. Die Unbekannten brachen in mehr als zwölf Restaurants und Hotels in Bad Wiessee, Rottach-Egern und Tegernsee ein. Nach langen Ermittlungen hat die Kripo die mutmaßlichen Täter nun gefasst. Doch zwei Mittäter sind auf der Flucht.

Eine Einbruchserie verunsicherte lange Zeit das Tal. Jetzt schnappte die Kripo vier Tatverdächtige.
Eine Einbruchsserie verunsicherte lange Zeit das Tal. Jetzt schnappte die Kripo vier Tatverdächtige.

Im Mai dieses Jahres begann eine Einbruchsserie, die im ganzen Tegernseer Tal hohe Wellen geschlagen hat. Alles begann in der Nacht auf den 17. Mai 2015 mit einem Einbruch in ein Hotel in Bad Wiessee. Die Täter drangen damals gewaltsam in die Geschäftsräume ein und stahlen aus aufgebrochenen Schubladen und Schreibtischen Bargeld in fünfstelliger Höhe.

In den folgenden Monaten wurden immer wieder Einbrüche in Bad Wiessee, Rottach-Egern, Tegernsee und Kreuth gemeldet. Dabei hatten es die Täter vor allem auf die Tresore der Hotels, Pensionen und verschiedener Betriebe abgesehen. Der letzte Einbruch geschah exakt fünf Monate nach dem ersten Streich am 17. Oktober 2015 in einem Bad Wiesseer Hotel.

Zwei Täter können fliehen

Die gestohlene Geldsumme und der angerichtete Sachschaden belaufen sich in allen zwölf Fällen auf einen hohen fünfstelligen Betrag. Aufgrund der vielen Einbrüche hat die Kripo zusammen mit Beamten der Inspektion Bad Wiessee die Ermittlungsgruppe „Tresor“ ins Leben gerufen.

Am vergangenen Wochenende nahm die lange Suche mit einer Festnahme ihr vorläufiges Ende. Mehr als 20 Beamte waren bei der Aktion dabei. Drei Männer im Alter von 34 bis 39 Jahren und eine 45-jährige Frau wurden in München festgenommen. Wie Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erklärt, konnten die Ermittler bei der Durchsuchung verschiedene Objekte als Beweismaterial sichern.

Dabei handelt es sich unter anderem auch um 15.000 Euro Bargeld.

Neben den zwölf Taten im Tegernseer Tal werden der Bande auch zwei Einbrüche in München und einer im Raum Günzburg zur Last gelegt. Für die Beamten der Ermittlungsgruppe „Tresor“ sind die Untersuchungen aber noch nicht beendet. Denn zwei weitere Mittäter konnten bei dem Einsatz fliehen. Es habe nun Priorität, die beiden flüchtigen Diebe zu fassen, so Sonntag abschließend.

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