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Nach der Zweitwohnung nun der Zweithund?

Posse um Hundesteuer in Tegernsee

Von Klaus Wiendl

Kaum haben sich die Gemüter zur Anhebung der Steuer auf 20 Prozent für Zweitwohnungen beruhigt, droht den Tegernseern schon wieder Ungemach. Der Rechnungsprüfungsausschuss der Stadt empfahl eine „moderate“ Anhebung der Hundesteuer.

Tegernsee wollte die Hundesteuer anheben – aber es scheint sich nicht zu lohnen

Die Verwaltung sollte eine neue Satzung erarbeiten. Doch dabei stellte man fest, dass die Sätze der Hundesteuer bei allen Talgemeinden die höchsten in der „näheren Umgebung“ sind, mit Ausnahme Münchens. Denn bereits vor knapp sechs Jahren erfolgte einheitlich im Tal eine Anhebung der Hundesteuer um 60 Prozent.

Für den Ersthund wurden 80 Euro pro Jahr fällig, 150 Euro für den Zweithund, jeder weitere Hund kostet 250 Euro. Für Kampfhunde gilt eine Sonderregelung: 500 Euro für den ersten, 1000 Euro für den zweiten, 1500 Euro für jeden weiteren Kampfhund.

Mehr Aufwand als Einnahmen

Da in Tegernsee nun die Ersthund-Besitzer ungeschoren davonkommen sollten, fiel der Blick auf die Zweit- und Dritthunde. Doch schnell stellte man im Rathaus fest, dass davon nur zwölf Hundebesitzer betroffen wären und dies nur zu Mehreinnahmen von 92 Euro im Jahr führen würde. Ausschussmitglied Peter Schiffmann (SPD): „Des bringts jetzt ned“. Deswegen verständigten sich Bürgermeister wie Verwaltung darauf, es bei den alten Steuersätzen für die Vierbeiner zu belassen.

Ihn habe ohnehin gewundert, so Rathauschef Johannes Hagn (CSU), dass dieser Vorschlag einst kam. „Wenn man damals schon gewusst hätte, wie viele Hunde davon betroffen sind, dann hätten wir natürlich Abstand davon genommen“. Es bleibt, wie es ist bei der Hundesteuer. „Hundsgemein“ sei die Steuererhöhung schon zum 1. Januar 2013 gewesen, schimpfte damals ein Herrchen.


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