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Wiesseer Medical Park und DLV besiegeln Zusammenarbeit

„Wir brechen auf zu neuen Ufern“

Nachdem die Kooperation zwischen dem Medical Park und dem Deutschen Skiverband (DSV) ausläuft, hat man in Bad Wiessee nun einen prominenten neuen Partner präsentiert: den Deutschen Leichtathletik Verband (DLV). Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz wurde die künftige Zusammenarbeit vorgestellt. Profitieren sollen am Ende beide Seiten.

Heute wurde die Kooperation zwischen dem Medical Park und dem DLV öffentlich gemacht. Von links: Dr. Clemens Prokop, Präsident des DLV (Deutscher Leichtathletik Verband) Michael Krach, Vorstand Medical Parks, Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Ärztlicher Direktor Medical Park, Frank Lebert, Geschäftsführer der DLM (Deutsche Leichtathletik Marketing)
Heute wurde die Kooperation zwischen dem Medical Park und dem DLV öffentlich gemacht (v.l.): Dr. Clemens Prokop, Präsident des DLV, Michael Krach, Vorstand Medical Park, Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Ärztlicher Direktor Medical Park, Frank Lebert, Geschäftsführer der DLM (Deutsche Leichtathletik Marketing).

Etwa 850.000 Mitglieder hat der DLV in seinen Reihen, hinzu kommen Millionen von Breitensportlern. Allein bis zu 25 Millionen Aktive im Laufsport gebe es, wie der Präsident des DLV, Prof. Clemens Prokop, bei der heutigen Pressekonferenz erläuterte. Doch wolle man mit dieser Kooperation nicht in ein bestehendes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Spitzenathlet eingreifen.

Prokop: „Es ist die erste Kooperation des DLV im medizinischen Bereich. Nun können wir als Verband im Bereich der Prävention und der Nachsorge den Athleten professionelle Strukturen anbieten. Die hatten wir vorher nicht in diesem Maße. Vorher musste der Athlet sich solche Angebote selbst suchen.“

Kooperation mit dem DSV läuft nach 20 Jahren aus

Michael Krach, Vorstand im Medical Park, verwies auf die langjährige Verbundenheit des Medical Parks mit dem Leistungs- wie auch dem Breitensport. „Zuletzt war es der Deutsche Skiverband, mit dem die Kooperation Ende dieses Jahres ausläuft“, so Krach, „nun wird es der DLV sein. Der Verband stellt eine ideale Kombination aus Spitzen- und Breitensport dar. Der DLV ist für uns besonders interessant, weil Leichtathletik die olympische Kernsportart ist, mit der jeder etwas anfangen kann.“

Der Spitzensport in der Leichtathletik sei für den Medical Park ein wichtiger Baustein, denn dort stellten die Athleten die allerhöchsten Anforderungen an die Regeneration. Schließlich wollen sie schnell wieder am Wettkampfsport teilnehmen. „Das heißt für uns“, so Krach, „wir brauchen auch entsprechend qualifizierte, dem Hochleistungssport verbundene Therapeuten. Deshalb freue ich mich, dass wir heute diese Zusammenarbeit mit dem DLV besiegeln können.“

„Ärzte kommen zu uns wegen des Kontakts zu Spitzensportlern“

Erste Kontakte für diese Kooperation wurden offensichtlich zwischen dem DLV-Präsidenten Prokop und Prof. Thomas Wessinghage vom Medical Park geknüpft. Die Zeit mit dem DSV sei eine schöne Zeit gewesen, sagte Wessinghage, „doch nun brechen wir auf zu neuen Ufern. Ich bin überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit dem DLV sehr harmonisch und gewinnbringend sein wird.“

In der Reha habe man eine sehr große Erfahrung, da sei man sicher auf dem aktuellen Stand der Dinge, glaubt Wessinghage.

Bei der Prävention haben wir im Haus ein Institut, das sich seit Jahren darum kümmert. Viele Ärzte kommen auch zu uns, weil sie wissen, dass sie mit dem Leistungssport in Verbindung kommen.

Auch die Ärzte entwickelten sich durch den Kontakt weiter. Und diese Kompetenzen wolle man nun dem DLV zugutekommen lassen. Es sei ein Geben und Nehmen, glaubt Wessinghage. „Wir trainieren hier Patienten, damit sie in ihrem Alltag wieder zurechtkommen.“

Keine Ranglisten für Patienten

Einschränkend meinte der Geschäftsführer des Deutschen Leichtathletik Marketing (DLM), Frank Lebert: „Wir werden die Reha-Plätze nicht nach errungenen Medaillen verteilen. Jungen wie altgedienten Athleten wird bei entsprechenden Verletzungen das Angebot gemacht, sich hier behandeln zu lassen.“

Definitiv werde es aber nicht so sein, dass man Ranglisten einführen werde. Sondern in Absprache mit Cheftrainern und Verbandsärzten werde eine Auswahl getroffen. „Wir werden hier die medizinische Betreuung nicht neu erfinden. Aber es soll ein Startschuss zu einer neuen Tradition sein.“

Für diese Kooperation sprechen auch wirtschaftliche Interessen des Medical Parks. Hinter dem DLV stehen Millionen aktive Mitglieder. Mancher davon könnte ein potenzieller Patient für Wessinghages Ärzteteam samt 100 Therapeuten sein. Und das kann der Klinik nur zugutekommen.


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