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Kein Service über dem Tegernsee

Neue Borkholder-Pächter kassieren Niederlage

Wie berichtet hat das Hoteliers-Ehepaar Eham das ehemalige Café Borkholder’s übernommen. Die 50 Quadratmeter große Terrasse über dem See fanden die Rottacher gut. Nur die Tegernseer sind nicht überzeugt.

Auf über 30 Meter Länge soll der Balkon des ehemaligen Café Borkholder’s über den See ragen.

Jenny und Andreas Eham planen, ihre Neuerwerbung in der Seestraße umzubauen und um einen Balkon über dem See zu erweitern. Dem stimmte der Rottacher Ortsplanungsausschuss vergangene Woche in der vergangenen Woche einstimmig zu.

Weil Tegernsee für die Seefläche verantwortlich ist, über die der Balkon ragt, beschäftigte sich gestern der Bauausschuss mit der Thematik. Dabei kam heraus, dass der Balkon um das ganze Café reichen soll. Mit einer Länge von immerhin 33,40 Metern und einer Tiefe von 1,60 Meter. Tegernsees Bauamtsleiterin Bettina Koch ergänzte die Projektion der Architektenpläne zumindest damit, „dass für den Balkon keine Pfähle in den See eingeschlagen werden müssen“.

Keine Bewirtung wegen mangelnder Stellplätze

Unverständnis machte sich im Tegernseer Bauausschuss breit, welchem Zweck dieser Balkon denn dienen könnte. „Der macht nur Sinn, wenn er bewirtschaftet wird“, folgerte Thomas Mandl (SPD). Auch Rudolf Gritsch (CSU) sah „keinen ersichtlichen Grund, warum ich dieser Bebauung zustimmen sollte“. Zwar ist die Stadt Tegernsee nur für Belange zuständig, die auf dem See stattfinden, doch zeigte man sich über die möglichen Absichten der Ehams besorgt. Sollten diese ihre Gäste auch auf dem Balkon bewirten wollen, würden die Stellplätze fehlen. Dafür sei wiederum Rottach-Egern zuständig.

Das Vorhaben wurde letztendlich zwar mit nur einer Gegenstimme genehmigt, aber Tegernsee machte deutlich: „Der Bauausschuss stellt das Einvernehmen zu dem Antrag auf Baugenehmigung für den Anbau eines Balkons am bestehenden Café Seestraße 30 in Rottach-Egern für die untergeordnete Anlage unter den Voraussetzungen her, dass keine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich wird und die Gemeinde Rottach-Egern den Anbau des Balkons mit zu geringem Dachüberstand befürwortet“.

Es sei auf jeden Fall sicherzustellen, dass der Balkon nicht als Bewirtungsfläche genutzt werde. „Nur unter dieser Voraussetzung werden für die Maßnahme keine zusätzlichen Stellplätze und keine zusätzlichen Einwohnergleichwerte (EGW) erforderlich“. Ob diese Einschränkung im Sinn der neuen Eigentümer und ihres Sternekochs Alois Neuschmid ist, wird sich nach der Wiedereröffnung des Bistros in der Toplage am See zeigen.


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