Trockenheit im Tegernseer Tal - Piloten überwachen Wälder
Waldbrandgefahr steigt weiter

von Maxi Hartberger

Die Waldbrandgefahr steigt. Aufgrund der langen Trockenperiode ist auch bei Wanderungen und Spaziergängen im Tegernseer Tal einiges zu beachten. Heute warnt die Regierung erneut.

Die Waldbrandgefahr ist in der Region auf Stufe Vier gestiegen.

Wie berichtet, herrscht aufgrund anhaltender Trockenheit akute Waldbrandgefahr im gesamten Oberland. Die Regierung von Oberbayern hat deshalb auch für heute wieder Luftbeobachtungen angeordnet.

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Die Waldbrandgefahr liegt derzeit bei Stufe 4. Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten, sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder sowie flachgründige, trockene und schneefreie Standorten in den Alpen.

Die Regierung von Oberbayern bittet dringend darum:

 – in einem Wald kein offenes Feuer zu machen
 – keine Bodendecken abzubrennen oder Pflanzen/Pflanzenreste flächenweise abzusengen
 – keine brennenden oder glimmenden Sachen wegzuwerfen
 – nicht zu rauchen.

Ab morgen schlägt das Wetter allerdings um. Dann erwarten uns kühle Temperaturen und Niederschlag. Damit sollte auch die Waldbrandgefahr vorerst gedämmt sein.

Ursprünglicher Artikel vom 31. März 2017 mit der Überschrift: „Waldbrandgefahr steigt“

Erst am Mittwoch kam es auf einer Fläche von 6,5 Hektar zu einem Waldbrand nahe der Isar. Über 130 Helfer waren vor Ort. Auch im Tegernseer Tal ist die Feuerwehr gestern zu einem Dachsenfeuer ausgerückt. Denn die aktuelle Trockenheit birgt ein hohes Risiko. Jetzt sollen Piloten die Wälder aus der Luft überwachen.

Endlich ist er da, der Frühling. Und der zeigt sich derzeit von seiner schönsten Seite. Blauer Himmel und milde Temperaturen. „Der heutige Freitag wird der schönste Tag, trocken, sonnig und über 20 Grad Höchsttemperatur“, erklärt Hans Wildermuth von der Schaftlacher Wetterstation. Doch die willkommene Wärme samt Trockenheit birgt ein Risiko: Heute ist die Waldbrandgefahr laut Deutschem Wetterdienst in Teilen unserer Region auf Stufe vier von fünf angestiegen.

Unter anderem bedeutet Stufe vier hohes Waldbrandrisiko. In Waldgebieten sollten daher öffentliche Straßen und Wege, sowie Wege jeglicher Art nicht verlassen werden. Außerdem sollten keine Feuer entzündet werden. Die Regierung von Oberbayern ordnete nun auch ab heute bis einschließlich 1. April Luftbeobachtungen an. Diese werden aus Mitteln des Katastrophenschutzes bezahlt. Die Behörden können Wälder sperren oder weitere Maßnahmen zum Schutz des Waldes einleiten.

Erst vor wenigen Tagen kam es in Holzkirchen zu einem Vorfall am Waldrand. Zwei junge Männer im Alter von 21 Jahren hatten ein Lagerfeuer angezündet. Eine Spaziergängerin verständigte die Polizei. Die jungen Männer – einer aus Holzkirchen, einer aus Rottach-Egern – mussten das Feuer löschen und erwarten nun eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit aufgrund der bestehenden Waldbrandgefahr.

Umschwung am Wochenende?

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen kam es Mitte der Woche sogar zu einem Großbrand in einem Naturschutzgebiet nahe der Isar. Laut Polizei schlugen die Flammen bis zu 30 Meter hoch aus dem Wald. Insgesamt wurden laut den Bayerischen Staatsforsten 6,5 Hektar in Mitleidenschaft gezogen. Noch immer ist offen, aus welchen Gründen das Feuer ausbrach.

Ob die hohe Waldbrandgefahr am Wochenende eingedämmt wird, ist dabei unklar: „Es steht ein schwacher Störungsdurchgang bevor, dessen Auswirkungen noch nicht eindeutig sind“, so Wildermuth. Der Wetterexperte rechnet am Samstagnachmittag mit gewittrigen Schauen, „zunächst in den Bergen, dann auch im Vorland.“ Dennoch bleibe es weiterhin warm mit über 20 Grad, „also eine richtige frühsommerliche Gewitterlage.“

Der Umschwung erwarte uns am Sonntag. Dann sollte es um etwa fünf Grad abkühlen und es kann immer wieder zu Schauern kommen:

Nachdem auch am Montag noch Regen bei unter 15 Grad erwartet wird, könnte die Waldbrandgefahr erstmal gebannt sein. Der Rest der Woche bleibt wohl eher kühl und unbeständig.

Schwieriger sei nur den Niederschlag genau zu prognostizieren, „da der Hauptteil in Form von Schauern und Gewittern direkt bei uns entsteht und nicht heranzieht.“ Das merke man auch an den unterschiedlichen Wetterberichten, manche sagen sogar ein durchwegs sonniges Wochenende voraus.


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