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Urteil für Rottacher Drogen-Duo

Von Filiz Eskiler

Ein 24-jähriger Rottacher soll gemeinsam mit seiner 52-jährigen Mutter Drogen gedealt haben. Nachdem beide zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurden, meldete sich der Sohn noch einmal. Hat er seine Mutter fälschlicherweise zu vier Jahren Gefängnis verurteilen lassen?

Vor dem Landgericht München II müssen sich eine Mutter und ihr Sohn aus Rottach verantworten. / Archivbild

Es gibt Neuigkeiten im Fall vom Rottacher Drogen-Duo. Nachdem der inzwischen 25-jährige Sohn in einem Brief erklärte, er habe seine 52-jährige Mutter fälschlicherweise als Mittäterin dargestellt, wurde das Verfahren neu aufgerollt. Nun ist auch ein Urteil gefallen.

Doch keine vier Jahre Gefängnis

Wie der Münchner Merkur berichtet, wurde die 52-jährige Rottacherin am Montag vor dem Landgericht München I zu nur noch acht Monaten Haft verurteilt, statt den ursprünglichen vier Jahren. Zu dem Zeitpunkt hatte sie jedoch bereits 15 Monate Haft hinter sich – die Strafe ist also wirkungslos.

Als Ausgleich für die zusätzlichen sieben Monate soll die 52-Jährige nun entschädigt werden, so der Merkur. Die vergangene Zeit im Gefängnis nutzte die Frau für einen Entzug sowie eine Therapie. Sie konnte sich von ihrer Abhängigkeit befreien und ist nun clean.

Ursprünglicher Artikel vom 06.09.2020 mit der Überschrift: “Rottacher Drogen-Duo wieder vor Landgericht”

Vor einem Jahr mussten sich eine 51-jährige Mutter und ihr 24-jähriger Sohn aus Rottach-Egern vor Gericht verantworten. Im Juni und Juli 2018 sollen die beiden im Darknet fünf Pakete mit Haschisch und Amphetaminen aus Spanien bestellt haben. Bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung der Mutter fand die Polizei LSD-Trips, Ecstasy-Tabletten, Amphetamin sowie Marihuana-Stängel und -dolden.

Obwohl die 51-Jährige bestritt, in die Bestellung und den Drogenhandel involviert gewesen zu sein, wurden sowohl sie als auch ihr Sohn im August 2019 zu Haftstrafen verurteilt. Drei Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe für den 24-Jährigen, vier Jahre für die Mutter. Nun könnte sich an diesem Urteil etwas ändern.

Sohn zieht Aussagen zurück

Das Verfahren der Rottacher Familie wurde neu aufgenommen. Der 25-Jährige habe ein „schlechtes Gewissen bekommen“, wird er in einem Artikel der BILD zitiert. In einem Brief an seine Mutter habe er gestanden, dass er sie zu Unrecht als Mittäterin dargestellt hatte. Sie sei weder an Bestellungen noch am Verkauf beteiligt gewesen.

Am Freitag stand die Rottacher Familie wieder vor dem Landgericht in München. Gegenüber der BILD habe die 51-Jährige in einer Verhandlungspause erklärt, dass sie ihrem Sohn verziehen hat. „Er ist mein Sohn. Blut ist dicker als Wasser“, so die Rottacherin. Weiter sagt sie, die Haft habe ihr gutgetan:

Ich war Alkoholikerin. Jetzt bin ich seit anderthalb Jahren clean.

Am Montag fällt das Urteil, bis dahin ist sie auf freiem Fuß. Dem Sohn drohen daraufhin weitere Verfahren wegen Freiheitsberaubung und Falschaussage.


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