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Schwere Sturmböen im Landkreis Miesbach

Rottacher Feuerwehrler im Dauereinsatz

Von Nicole Kleim

Schwere Sturmböen fegten in der Nacht auf Dienstag über den Landkreis Miesbach hinweg. Die Folge: Umgestürzte Bäume und abgerissene Stromleitungen. Wegen der vielen Notrufe war der Katastrophenschutz im Einsatz.

Der Sturm riss gestern Nacht zahlreiche Bäume um – wie hier in Rottach-Egern. / Foto: FFW Rottach-Egern

22 Feuerwehren mit mehreren hundert Mann waren gestern Nacht im Landkreis Miesbach im Einsatz. Die Sturm- und Orkanböen hatten zahlreiche Bäume umstürzen lassen und Stromleitungen abgerissen.

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Hauptsächlich mussten Straßen von Bäumen freigeschnitten werden. Wie das Landratsamt Miesbach mitteilt, wurde wegen des erhöhten Koordinierungsbedarfs noch in der Nacht eine weitere Einsatzstelle bei der Feuerwehr Holzkirchen eingerichtet.

Zusätzlich zur Leitstelle Rosenheim. In den frühen Morgenstunden seien allerdings derart viele Notrufe eingegangen, so das Landratsamt, dass die Einsätze nicht mehr normal disponiert werden konnten. Aus diesem Grund sei um sechs Uhr morgens vorsorglich die Führungsgruppe Katastrophenschutz zusammengetreten.

Stromausfall in Teilen des Landkreises

Im Einsatz waren 22 der 37 Landkreis-Feuerwehren: Fischbachau, Elbach, Hundham, Wörnsmühl, Miesbach, Agatharied, Parsberg, Niklasreuth, Irschenberg, Reichersdorf, Schliersee, Bayrischzell, Otterfing, Warngau, Hartpenning, Holzkirchen, Rottach-Egern, Kreuth, Tegernsee, Louisenthal, Schaftlach, Gmund.

Die Einsatzkräfte hatten gestern alle Hände voll zu tun, um die Sturmschäden zu beseitigen. / Fotos: FFW Rottach-Egern

Drei Brandmeldeanlagen in Miesbach, Schliersee und Tegernsee mussten von den Feuerwehren zurückgestellt werden. Wegen abgerissener Stromleitungen fiel in einigen Teilen des Landkreises der Strom aus. Die Netze sind mittlerweile überbrückt, sodass es zu keinen größeren Stromausfällen mehr kommen sollte.

In Rottach-Egern: Hauptsächlich Bäume von Privatbesitzern beschädigt

Mit über 20 Einsätzen hatte die Feuerwehr Rottach-Egern am meisten zu tun. Insgesamt rückten die Ehrenamtlichen in den frühen Morgenstunden zu etwa 80 Einsätzen aus. Wie der zweite Kommandant Tobias Maurer auf Nachfrage mitteilt, seien im ganzen Ort etwa 15-20 Bäume von den Sturmböen betroffen gewesen. Hierbei habe es sich hauptsächlich um Bäume auf Privatgrundstücken gehandelt.

Die Bäume der Gemeinde seien in Ordnung gewesen, betont Maurer. Deshalb appelliert er in diesem Zusammenhang an alle Grundstücksbesitzer, sich um die fachmännische Pflege ihrer Bäume zu kümmern, und beispielsweise dürre Äste entfernen zu lassen. Der Sturm habe auch einige Vordächer beschädigt, so Maurer. Einige Autos seien ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Sturmschäden in der Bodenschneidstraße in Tegernsee. / Foto: FFW Tegernsee

In Tegernsee stürzte ein etwa 20 Meter hohe Ficht um und blockierte die Bodenschneidstraße. Der Baum musste von der Feuerwehr entfernt werden. Eine weitere Fichte wurde ebenfalls entwurzelt und blieb in den nebenstehenden Bäumen hängen. Da von diesem Baum keine Gefahr ausging, wird dieser nun von einer Fachfirma beseitigt.

Am Morgen entspannte sich die Lage: Die Sturmböen legten sich. Derzeit besteht laut Landratsamt kein erhöhter Koordinierungsbedarf mehr. Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes gilt noch bis Dienstagmittag.

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