Rottach zieht Resümee

von Maxi Hartberger

Demnächst findet in der Gemeinde Rottach-Egern die Bürgerversammlung 2016 statt. Nicht nur positive, sondern auch negative Aspekte werden dort öffentlich behandelt. Daher können im Voraus alle Bürger Anträge für Themen stellen. Dabei dürfte eine Angelegenheit den Abend klar dominieren.

Seit vergangenen Montag sind Asylbewerber in die Rottacher Traglufthalle eingezogen. Dieses Thema  wird mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Bürgerversammlung 2016 zur Sprache kommen.
Seit vergangenen Montag sind Asylbewerber in die Rottacher Traglufthalle eingezogen. Dieses Thema wird mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Bürgerversammlung 2016 zur Sprache kommen.

Am 10. März findet die diesjährige Bürgerversammlung der Gemeinde Rottach-Egern statt. Den offiziellen Teil übernimmt Bürgermeister Christian Köck mit dem Rechenschaftsbericht. Bei dem Résumé der Gemeinde sollen jedoch nicht nur positive Aspekte genannt, sondern auch die kritischen Themen des vergangenen Jahres angesprochen werden.

Rottacher haben an diesem Abend die Gelegenheit, vor allem mit dem Bürgermeister sowie Gemeinderäten in Kontakt zu kommen. Es besteht die Möglichkeit einen schriftlichen Antrag bei der Gemeinde einzureichen, welche Themen in der Versammlung behandelt werden sollen.

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Baumfällen beunruhigt Bürger

Was einige Anwohner Anfang des Jahres unter anderem verärgerte, waren die Umbaumaßnahmen an der Rottach. Geplant war der Hochwasserschutz, der unter anderem Baumfällaktionen und den Ausbau des Bachbetts einschließt, für Herbst 2016. Doch bereits im Januar rückten die Bagger an der Kühzaglstraße an. Die Aufregung bei Naturschützern wie Anliegern war groß.

Dabei ging es jedoch um zwei Maßnahmen, die nicht in Verbindung zum Hochwasserschutz stehen. Zum einen war es eine Umgestaltungs- und Sanierungsarbeit des Wasserwirtschaftsamts Rosenheim. Zum anderen ließ das Landratsamt Miesbach befallene Bäume fällen. Zwar kritisierten Bürger scheinbar fehlende Informationen über die Arbeiten an der Rottach, doch die Gemeinde kündigte diese bereits im Dezember an. Trotzdem könnte auf der Versammlung das Thema nochmal auf den Tisch kommen.

141,85 Euro zur Selbstversorgung

Ein weiterer Aufreger für viele Rottacher ist die Traglufthalle am Birkenmoos. Diese soll unter anderem die Tegernseer Turnhalle als Unterkunft ablösen. Erst vor Kurzem erreichten 47 Asylbewerber die Halle. Zuvor hatten am 20. Februar alle Einheimischen die Möglichkeit, sich am Tag der Offenen Tür ein eigenes Bild einer Asylbewerberunterkunft zu machen.

Zunächst ein positives Fazit: Die ersten Tage in der neuen Traglufthalle verliefen gut. Doch am Mittwoch der „Rückschlag“: Unter anderem auf der TS regten sich Leser über die Bedenken der Rottacher Gemeinderätin Gabriele Schultes-Jaskolla (FWG) auf. Sie befürchtet, dass die tägliche Summe von 4,73 Euro zu wenig für die Lebensmittelversorgung der einzelnen Asylbewerber wäre. Ein Leser machte seiner Wut Luft:

Wos griegt a freiwilliger Soldat am Tag an Verpflegungsgeld zugestanden? Und unsere Neubürger bekommen 4,73 Euro und erbringen NULL KOMMA NULL Leistung für unseren Staat.

Themen dürfte es für die kommende Bürgerversammlung im Rottacher Seeforum also genug geben. Anträge können bis spätestens 4. März an die Geschäftsleitung per Email an GHofmann@rottach-egern.de geschickt werden. Die Veranstaltung findet am 10. März um 20 Uhr statt.

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