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Höß ignoriert CSU-Antrag

Wiesseer CSU fordert Unterbrechung der Badehaus-Planungen

Eigentlich war für den 6. April eine Klausur zum Badehaus geplant, danach die eigentliche Gemeinderatssitzung. Eigens dafür hatte die CSU einen Antrag angekündigt und eingereicht. Doch deren Ortsvorsitzender beklagt nun, dass ihr Anliegen gar nicht erst auf die Tagesordnung gesetzt wurde.

Florian Sareiter, Vorsitzender der Wiesseer CSU, warb beim Ortsgespräch für die Interimslösung im Badepark.

Wie von der Tegernseer Stimme bereits Anfang der Woche berichtet, platzt die geplante Jodbad-Klausur vor der regulären Wiesseer Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Der Grund: Die Regierung von Oberbayern hat den erhofften Förderbescheid nicht bis Ende März verschickt. Damit fehlt die Diskussionsgrundlage für das am Ratstisch umstrittene Jodbad des Architekten Matteo Thun.

Die Gemeinde erhofft sich eine Zuwendung staatlicher Mittel von drei Millionen Euro. Noch ist Bürgermeister Peter Höß optimistisch, dass die in Aussicht gestellte Finanzspritze die Planungen mit insgesamt 9,5 Millionen sichert und die Verschuldung der Gemeinde mindert

Verhärtete Fronten im Gemeinderat

Doch Ungemach droht auch auf der nächsten Gemeinderatssitzung. Zuletzt wurde das Badehaus nur noch von einer hauchdünnen Mehrheit mit 8:7 Stimmen mitgetragen. Denn die CSU glaubt, dass durch die Interimslösung des Jodbades im Badepark kein Zeitdruck mehr bestehe und man sich auch nach Alternativen zu Thuns Planungen umsehen könne. Dies sollte mit einem eigenen Antrag kommende Woche erörtert werden.

Laut Sareiter sei der Schreiben auch fristgerecht am 21. März dem Bürgermeister zugeleitet worden. Dessen Eingang bestätigte auch Geschäftsleiter Michael Herrmann. Doch auf der Tagesordnung für nächste Woche steht der Antrag nicht. Darüber ist man in der CSU verstimmt. Denn so kommt öffentlich nicht zur Sprache, worum es den Christsozialen geht. Sie fordern „die umgehende Unterbrechung und anschließende Änderung der Planungen rund um den Bau des neuen Badehauses auf dem Areal des Badeparks“. Den Grund liefert der Ortsvorsitzende Florian Sareiter gleich mit:

Der aktuelle Planungsstand, insbesondere die finanzielle Belastung für die Gemeinde Bad Wiessee steht unserer Meinung nach derzeit nicht in Relation zum erhofften Mehrwert der künftigen Einrichtung.

Aus der neuen Situation – nach Eröffnung des Interims-Jodbades im Bade Park – ergebe sich für die Gemeinde ein komfortabler zeitlicher Puffer, der zur Umplanung genutzt werden sollte. Die Gründe dafür wollte Sareiter während der Sitzung mündlich nachreichen.

Auf der Tagesordnung stehen ohnehin schon Themen mit Zündstoff: Darunter der fast 32 Millionen Euro umfassende Haushalt 2017. Dies sei ein Volumen, wie ihn Wiessee noch nie hatte, wird Höß zitiert. Damit und der Diskussion um den gestrichenen CSU-Antrag dürfte für viel Gesprächsstoff am Donnerstag gesorgt sein.


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