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Grundsteinlegung für SME-Hotel

„Schlafender Riese Bad Wiessee erwacht“

Auch wenn das Wetter nicht mitspielte, der guten Stimmung tat es keinen Abbruch. Der heutige Spatenstich ist der nächste Schritt des „Leuchtturmprojekts“ von Bad Wiessee.

Symbolischer Spatenstich mit: Josef Rettenwander RHZ Bauunternehmung, Andreas Bänziger SME, Florian Kamelger SME, Robert Huber Vize-Bürgermeister, Alexander Meisl Architekt, Patrik Wettstein SME, Wolfgang Rzehak Landrat / Fotos: Klaus Wiendl

Damit die Bauherren, zahlreichen Ehrengäste und etlichen Medienvertreter nicht zu lange im Regen ausharren mussten, wurde der symbolische Spatenstich schnell durchgezogen. Anschließend traf sich die Runde im Seepavillon eines Hotel-Konkurrenten, im Terrassenhof. Hotelier Gericke sieht das Nachbarprojekt gelassen. Er war offensichtlich gerne Gastronom dieser Spatenstich-Veranstaltung.

Er bekommt auf der anderen Seite der Adrian-Stoop-Straße auf dem 22.000 Quadratmeter großen Areal ein Luxushotel mit 121 Zimmern. Es soll einen ausgedehnten Spa-, Wellness- und Sportbereich erhalten, sowie mehrere „gastronomische Outlets“ und ein „medizinisches Funktionsgebäude“, das unabhängig von Hotel betrieben werde, so Florian Kamelger der Schweizer Sports Medicine Excellence Group (SME). Für ihn werde die Vision heute Realität. Der Spatenstich sei der nächste Schritt zur Errichtung des Hotels der Luxusklasse mit ambulantem Operationszentrum.

Bei Landrat Wolfgang Rzehak bedankte sich Kamelger für die Unterstützung von politischer Seite. Auch Wiessees Gemeinderäte hätten das Projekt in den letzten vier Jahren „sehr intensiv begleitet“. Allen voran Vize-Bürgermeister Robert Huber als großer Verfechter des Vorhabens. Dies gelte auch für Peter Höß, der heute krankheitsbedingt ausfiel (Link) Seinen Partner Andreas Bänziger nannte Kamelger einen Visionär und Vollblutunternehmer.

Wiessee werde mit dem Hotel „unglaublich gestärkt“

Bei der Überbringung der Grußworte der Gemeinde meinte Robert Huber (SPD), dass eigentlich Bürgermeister Höß diese Rede halten sollte. Doch er sei „sehr schnell wieder unters Messer gekommen“. Dennoch würde sich Höß „unglaublich freuen, dass es jetzt losgeht“.

Florian Kamelger (v.l.) sprach von einem Zukunftsprojekt für Bad Wiessee, Robert Huber von einem Leuchtturmprojekt und Landrat Wolfgang Rzehak vom Mitspielen in der europäischen Klasse

Huber umschrieb das Projekt so, dass Erhaltenswertes erhalten und mit Neuem ergänzt wurde. Wandelhalle, Theatersaal und Glockenturm bleiben stehen. In die Wandelhalle komme eine „hochwertige Gastronomie“. Diese Symbiose würde auch wiederspiegeln, was der Gemeinde am Herzen liege: Gastronomie, Hotel und Medizin seinen in diesem Projekt vorhanden. Dies würde den Ort „unglaublich stärken“. Weit über das Tal hinaus würde das „Leuchtturmprojekt“ strahlen. Dieses Projekt sei ein kostenloses Marketing, mit dem auch die Konkurrenz vor Ort ihre Unternehmungen bewerben könnten. Damit würde der Standort Bad Wiessee noch mehr Bedeutung gewinnen. Diese Kombination mit dem neuen Jodbad, das gerade entsteht, könne man sich „nicht schöner vorstellen“.

Hubers Medienschelte

Dass SME „dieses Wagnis“ eingehe, dafür bedankte sich Huber, der sich einen Seitenhieb auf die kritische Berichterstattung (unausgesprochen meinte Huber wohl die Tegernseer Stimme) nicht verkneifen konnte. „In einer unglaublichen Schärfe sei dieses Projekt begleitet worden“. Manchmal habe er sich gefragt, „ob man hier den Anstand verloren hat“. Hinter dem Projekt würden Menschen wie Kamelger stehen, die Familie haben, Sorgen und Ängste. „Unter Umständen auch Existenznöte, wenn man ein solches Projekt beginnt“. In Bayern lege man großen „Wert auf Anstand“ und dies sollte man auch in der „künftigen Berichterstattung berücksichtigen“. Abschließend hoffte Huber, dass Wiessee wieder zu seiner alten Stärke als Weltbad zurückgelangen werde. Derzeit gleiche es nach Expertenmeinung mehr einem „schlafenden Riesen“. Dem Unternehmen wünschte er „Glück auf“.

Bürgermeister und Gemeinderat zollte auch Landrat Wolfgang Rzehak (Grüne) seinen Stolz. Denn das Projekt „war ja lange umstritten“. Jetzt sei es wahrlich ein „Leuchtturmprojekt“. Bad Wiessee habe lange von seiner Geschichte als Jodschwefelbad gezehrt. Nachdem sich die Zeiten nach der Gesundheitsreform in den letzten Jahrzehnten geändert hätten, würde man mit diesem Projekt wieder in der Europa-Klasse mitspielen. Matteo Thun als Architekt lasse das Alte nicht „verstauben, sondern bringe es wieder in die Zukunft. Rzehak hoffte, dass beide Projekte, Hotel und Jodbad, für den „ganzen Landkreis was Gutes bringen“.

Nach Anlieferung des ersten Bohrgeräts erfolge der Beginn der komplexen Bohrpfahlarbeiten auf dem Gelände. Mit dem Rohbau soll nach der Kranaufstellung im Frühsommer 2019 begonnen werden. Die Eröffnung des Hotels ist laut SME derzeit für Ende 2021 geplant.


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