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Tegernseer Bauausschuss sieht Fotomotiv gefährdet

Schlichtes Weiß statt Lüftlmalerei

Von Klaus Wiendl

Kaum ein Tourist kam in der Rosenstraße 25 vorbei, ohne ein Foto zu machen. Denn Rosengarten und Lüftlmalerei sprangen ihm sofort ins Auge. Doch der neue Besitzer des denkmalgeschützten Hauses bevorzugt es schlicht .

Das denkmalgeschützte Haus in der Rosenstraße früher (links) und heute (rechts).

Der Neue in der Rosenstraße 23 ist der Münchner Gastronom Aytac Beycan. Er breitet sich gerade mit seinem Pizza- und Pastakonzept von Neuhausen bis Schwabing aus. Da steht ihm offenbar nicht der Sinn nach einer kunstvollen Fassadenmalerei. Er bevorzugt lieber Nüchternheit, die sich bei ihm in einer gänzlich weißen Fassade an seinem denkmalgeschützten Haus ausdrückt.

Dies würde das Haus sogar aufwerten, wird Beycan zitiert, „mir gefällt das besser.“ Er hatte sein Haus in Absprache mit dem Kreisbaumeister aufwändig sanieren lassen. Werner Pawlosky hält eine Lüftlmalerei aus Gründen des Denkmalschutzes nicht für erforderlich, zitierte jüngst Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) das Schreiben aus Miesbach im Bauausschuss, denn die Bemalung habe keine künstlerische Qualität und müsse nicht wiederholt und wieder hergestellt werden.

Tegernsee wünscht sich Lüftlmalerei zurück

„Daher können wir den Eigentümer nicht zu einer Lüftlmalerei zwingen“, resümierte Hagn. Dennoch wolle man den Unternehmen anschreiben und ihn bitten, die Lüftlmalerei wieder herzustellen. Sie existiert nur noch rechts an dem 1670 erbauten Haus der Familie Rixner, ebenso wie der liebevoll gepflegte Rosengarten. Ob dem neuen Eigentümer der Sinn nach einem harmonisch bemalten Ensemble steht, ist also mehr als fraglich.

Offen sei zudem, ob er sein Haus in der Rosenstraße selbst bezieht. Die Fertigstellung ist erst für Mai oder Juni geplant. Für die Tegernseer Geschäftsleute jedenfalls seien die beiden pittoresken Häuser von enormer Bedeutung. Denn ihre Anziehungskraft verhelfe Tegernsee zu einer besonderen Attraktivität. Für Stadtrat Andreas Obermüller (FWG) ist es jedenfalls „ein besonderes Juwel“.


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