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Kritik von Kreisbaumeister verschafft Kohler ein Zimmer mehr

Schluss mit Dunkel – Bussi Baby wird lärchig

Von Martin Calsow

Änderungen beim Bau sind in der Regel mit Mehrkosten verbunden. Für Korbinian Kohlers Bussi Baby Hotel, der Absteige für hippe Münchner, galt das diesmal nur bedingt. Er bekam noch etwas raus. Warum?

Das Hotel „Bussi Baby“ von Korbinian Kohler war im letzten Bauausschuss in Bad Wiessee Thema.

Im August hatte der Wiesseer Bauausschuss sich mit einem weitreichenden Umbauantrag für das Hotel unterhalb der Kirche Maria Himmelfahrt zu beschäftigen. Kohler will im Dachgeschoss einen Spa-Bereich unterbringen: Dazu gehört eine Sauna mit Panoramafenster zum See, ein Pool und eine Dachterrasse. Es brauchte einen Einschnitt des Dachs auf der Südseite. Fast alle im Rat waren begeistert, winkten es munter durch.

Dann kam Kreisbaumeister Christian Boider dazwischen. Der Architekt aus Holzkirchen monierte eben diesen Einschnitt, forderte eine Planänderung – und Kohlers Architekt Ralph Gieringer lieferte schnell und zur Zufriedenheit des am gestrigen Abend tagenden Gemeinderats und des ebenso anwesenden Kreisbaumeisters. Nun wurde das Dach weiter zurückgezogen, der Anbau wird somit mit einem Flachdach ausgestattet, die Terrasse mit Pool ist weiterhin von Blicken gottesfürchtiger Kirchenbesucher geschützt. Diese Änderung geht einher mit einer leichten Vergrößerung der Umbaufläche und beschert dem Hotelier ein Zimmer mehr im obersten Bereich des Hotels. Aber damit nicht genug: Das dunkle Holz des Hotels soll durch Naturlädchenfassade verdeckt werden, sich somit der Optik des Personaltrakts hinter dem Hauptbau angleichen. Ob und wie sich die Optik einer Lärchenfassade in den nächsten Jahren zu einem schmutzigen Grau verändert, war dem Gremium keine Wortmeldung wert.

Einzig Klaudia Martini von der SPD und Johannes von Miller von den Grünen konnten sich nicht mit den Änderungen anfreunden. Die Sozialdemokratin stört sich noch immer an dem Panoramafenster, bezeichnete es “als Guckkasten und findet es einfach grauslig”.

Florian Sareiter, der als Mitglied des Bauausschusses vor der gestrigen Gemeinderatsitzung noch eine Vor-Ort Begehung einlegen musste, zeigte sich hingegen erfreut. “Vieles ist da auch Geschmackssache”, tat er die Kritik ab, lobte wie hier vorbildlich “Altes auf Neu” gemacht wurde.

Der Antrag zum veränderten Umbau wurde mit 13:3 Stimmen vom Gremium angenommen. Schon im Oktober schließt der einstige Kirchenwirt, dann wird mit den Baumaßnahmen begonnen. Ostern 2022 soll das Hotel dann wieder öffnen.


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