Ein Tor fürs Brauhaus

Von Nicole Kleim

Bisher konnten Besucher des Tegernseer Bräustüberls auch mal ihre Autos im Innenhof des Brauhauses parken – doch das geht künftig nur noch mit Magie.

Die neue Toreinfahrt passt sich stilistisch dem Schloss an.
Links die Zufahrt zum Innenhof des Tegernseer Brauhauses, in die sich die neue Toreinfahrt (rechts) stilistisch einfügen soll.

Die westseitig gelegene Zufahrt zum Innenhof des Tegernseer Brauhaues bekommt eine gut elf Meter lange Zaunanlage mit Einfahrtstor. Nicht irgendeine Toreinfahrt, sondern eine, die sich dem denkmalgeschützten Schloss anpasst.

Geplant ist ein 1,85 Meter hohes Tor mit geschmiedeten Stäben, das zwischen vier 2,48 Meter hohen Steinsäulen befestigt ist. Rechts und links von der Haupteinfahrt soll es zwischen den Säulen zwei kleine Durchgänge für Fußgänger geben.

Damit es nicht zu Behinderungen mit Gästen kommt, wird sich das Tor nach innen öffnen. Da der Zaun die zulässige Höhe von 1,10 Meter überschreitet, beantragte das Brauhaus Tegernsee die Abweichung von der Gestaltungssatzung gleich mit.

„Darüber kann man sich streiten“

Weil sich das Tor durch seine Bauart vom Stil her in das Gesamtensemble einfüge, stelle auch die Höhe kein Problem dar, entschied der Tegernseer Bauausschuss am Montagabend. Einstimmig genehmigte man die Zaunanlage.

Ob es sich bei der Toreinfahrt lediglich um eine „Einfriedung“, also einen Zaun handele, der das Grundstück abgrenze oder um eine bauliche Maßnahme, ließ Bauamtsleiterin Bettina Koch offen:

Darüber kann man sich streiten, weil das Tor auf einer Zufahrt liegt.

Wer also künftig im Innenhof des Brauhaues parken will, der hat entweder einen guten Grund, den alten Zauberspruch „Sesam öffne dich“ auf dem Beifahrersitz – oder noch besser: Eine Alternative – beispielsweise auf dem eigentlichen Parkplatz im ehemaligen Schmetterlingsgarten.


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