Debatte um Gut Kaltenbrunn

Schörghuber: „Wir wollen nicht verkaufen“

Von Christopher Horn

Das Gut Kaltenbrunn gehört seit 1975 der Schörghuber Gruppe. Seit die Hotelpläne 2008 vor Gericht scheiterten und der Biergarten seine Schotten dicht gemacht hat, ist es still geworden um das Areal. Das Gut wird nicht genutzt und verfällt, zum Leidwesen vieler Einheimischer.

Immer wieder gab es dabei in letzter Zeit Gerüchte um einen geplanten Verkauf des Anwesens. Nun spricht Alexandra Schörghuber, Chefin der Unternehmensgruppe, Klartext.

es gibt immer wieder Gerüchte das Gut Kaltenbrunn solle verkauft werden
Das Gut Kaltenbrunn gehört der Schörghuber Unternehmensgruppe

Die Schörghuber Gruppe ist ein international agierendes Unternehmen. Mehr als 4.000 Mitarbeitern arbeiten für die Münchner Firma, die auch im Tegernseer Tal stark vertreten ist. So gehören zum Firmenverbund unter anderem die Alpenbahnen Spitzingsee-Schliersee. Und auch das Gut Kaltenbrunn ist im Besitz der Schörghubers.

Ein Objekt, dessen Zukunft viele Bewohner stark bewegt. Denn das eigentlich geplante Hotel scheiterte an Denkmalschutzgründen. Und nachdem im Jahr 2008 der damalige Chef des Unternehmens Stefan Schörghuber starb, musste einige Zeit später auch der Biergarten seine Pforten schließen.

Zuletzt erhitzten sich die Gemüter als auf dem Grundstück der Schörghubers Büsche und Gestrüpp weggeschnitten werden mussten. Ansonsten ist es jedoch still geworden rund um einen der schönsten Flecken am See. Die denkmalgeschützten Gemäuer stehen seit Jahren leer und verfallen zusehends.

Gerüchte um Verkauf von Kaltenbrunn

So reißen auch die Gerüchte rund um einen möglichen Verkauf von Gut Kaltenbrunn nicht ab. Ganz aktuell soll das Gelände bereits an einen Hotelier aus Kitzbühel verkauft worden sein. Eine Aussage, die Alexandra Schörghuber auf Nachfrage klar zurückweist:

An diesen Gerüchten ist nichts dran. Wir wollen und wir werden Gut Kaltenbrunn nicht verkaufen.

Dabei erklärt Schörghuber, dass sie selbst immer wieder mit angeblichen Verkaufsabsichten konfrontiert werde. „Erst letzte Woche hieß es, wir sind in Gesprächen mit einem russischen Investor.“ Doch auch das sei nicht korrekt, wie die Unternehmerin klarstellt.

Alexandra Schörghuber
Alexandra Schörghuber: „Wir werden irgendwann ein zündende Idee haben“ / Bild: dpa

Was mit den zunehmend verfallenden Gebäuden in Zukunft passieren soll, dazu wollte sich Schörghuber nicht konkret äußern. „Irgendwann werden wir sicher eine zündende Idee haben. Bis dahin wird da aber erstmal nichts passieren.“

Sie sei zwar an der Lage im Tal interessiert, könne derzeit aber einfach nichts zur weiteren Entwicklung des Gutes berichten. „Es gab in der Vergangenheit zu viel Ärger. Doch sobald es was Spruchreifes gibt, sind wir auch zu neuen Gesprächen bereit.“


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