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Neue Details zum Deal rund um das Jodbadareal

Steht das Gesundheitszentrum schon 2018?

Vor zwei Wochen berichtete die Tegernseer Stimme exklusiv über den Verkauf von Teilen des Jodbadareals an einen Schweizer Investor. Nun werden weitere Details rund um den Millionendeal bekannt.

Nun werden neue Details zum Verkauf des Jodbadareals bekannt.
Nun werden neue Details zum Verkauf des Jodbadareals bekannt.

Anfang September berichtete die Tegernseer Stimme exklusiv darüber, dass die Schweizer Sports Medicine Excellence Gruppe (SME) Verträge zum definitiven Erwerb einer Teilfläche des Jod-Schwefelbadesareals unterzeichnet hat.

In Bad Wiessee will die SME-Gruppe ein umfassendes Behandlungsangebot realisieren. Unter einem Dach vereint werden eine Einrichtung für ambulante Operationen, ein Therapie- und Regenerationszentrum sowie ein Hotel. Durch das neue Konzept könnten in Bad Wiessee rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Personalhaus geplant

Nun werden weitere Details zu dem Deal mit der Gemeinde Bad Wiessee bekannt. So wird auf dem Gelände auch ein Personalhaus für die Mitarbeiter der Klinik entstehen. Im dritten Quartal 2016 sollen die Bauarbeiten auf dem Gelände laut Vertretern der Sports Medicine Excellence Gruppe starten.

“Ich halte diesen Zeitpunkt für realistisch”, betont auch der Wiesseer Bürgermeister Peter Höß. Läuft alles nach Plan könnte das neue Therapiezentrum schon 2018 eröffnen. Die Wandelhalle dient als Gastronomie für die Gäste.

Der genaue Kaufpreis, den die Schweizer Investoren für den Erwerb der 18.000 Quadratmeter großen Fläche auf den Tisch legen müssen, steht indes noch nicht fest. „Zuvor müssen Vermessungen stattfinden und die Grundstücke im Einzelnen bewertet werden”, so der Wiesseer Rathauschef weiter. Fällig wird der Preis erst, wenn der Gemeinderat und das Landratsamt die konkreten Pläne der Gruppe genehmigt hat.

Ursprünglicher Artikel vom 4. September 2015 mit der Überschrift: Schweizer Investor kauft Jodbadareal

Auf dem Gelände des Jodschwefelbades sollen ein Hotel und ein medizinisches Zentrum entstehen. Nach intensiver Suche konnte die Gemeinde im April einen Investor präsentieren. Heute hat die Schweizer Sports Medicine Excellence Gruppe den Kauf gegenüber der TS bestätigt und ihr Konzept genauer vorgestellt. Bad Wiessee winken 100 neue Arbeitsplätze. Doch einem Platzhirschen droht Konkurrenz.

Die Schweizer Sports Medicine Exellenxe Gruppe hat Teile des Jodbades erworben und hat großes vor.
Die Schweizer Sports Medicine Exellenxe Gruppe hat Teile des Jodbades erworben und hat Großes vor.

Die Sports Medicine Excellence Gruppe (SME) hat Verträge zum definitiven Erwerb des Areals einer Teilfläche des Jod-Schwefelbadesareals in Bad Wiessee unterschrieben. Bereits vor rund vier Wochen hatte die Tegernseer Stimme exklusiv von dem bevorstehenden Deal berichtet. Nun ist der Kauf offiziell.

„Anfang September wurden die Verträge für die 18.000 Quadratmeter große Fläche des Jodbades inklusive der denkmalgeschützten Wandelhalle unterzeichnet“, erklärt der Mitinhaber des Schweizer Konzerns Florian Kamelger gegenüber der Tegernseer Stimme.

Auch Bad Wiessees Bürgermeister Peter Höß bestätigt den Deal auf Nachfrage. Es sei korrekt, dass die Fläche für das geplante medizinische Zentrum und das Hotel verkauft worden sei. Wirksam werde der Kauf, so Höß, allerdings erst, wenn das Projekt auch tatsächlich umgesetzt wird.

Höß will von “Verlustgeschäft” nichts wissen

Über den genauen Kaufpreis gibt es von den Vertragsparteien derweil weiter keine Aussage. Anfang August hatte die Tegernseer Stimme gemeldet, dass Teile des Jodbad-Areals für rund sieben Millionen Euro an Investoren für das Hotel und den Gesundheitspark verkauft werden sollen und in den Raum gestellt, dass dies für die Gemeinde ein Verlustgeschäft bedeuten könnte.

Vor vier Wochen hatte der Wiesseer Bürgermeister erklärt, dass der Verkaufspreis allerdings noch nicht endgültig fixiert sei. Von einem Verlustgeschäft will der Wiesseeer Rathauschef heute derweil nichts wissen.

Das sei nicht zutreffend, da bislang lediglich eine Teilfläche des gesamten Areals veräußert worden sei, betont Höß. 2011 hatte Bad Wiessee das gesamte Gelände mit fast 100.000 Quadratmetern für rund zwölf Millionen Euro von den niederländischen Eigentümern erworben. Ob es der Gemeinde indes gelingt, die restlichen fünf Millionen Euro durch den Verkauf weiterer Grundstücke zu erwirtschaften, darf bezweifelt werden, denn ein großer Teil des verbleibenden Raumes ist kein Bauland.

100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

In Bad Wiessee will die SME-Gruppe ein umfassendes Behandlungsangebot realisieren. Unter einem Dach vereint werden eine Einrichtung für ambulante Operationen, ein Therapie- und Regenerationszentrum sowie ein Hotel. Durch das neue Konzept könnten in Bad Wiessee rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen.

Rund um die Wandelhalle sind eine Einrichtung für ambulante Operationen, ein Therapie- und Regenerationszentrum sowie ein Hotel geplant.
Nahe der Wandelhalle sind ein OP-Zentrum, ein Therapie- und Regenerationsbereich sowie ein Hotel geplant.

„Alle unsere Gäste, der reine Hotelkunde als auch der Patient, sind in einer gewissen Art Und Weise vorübergehend beeinträchtigt, und brauchen professionelle Hilfe, die ihren Regenerationsprozess intensiv steuert und begleitet“, betont Kamelger weiter. Planen soll den in Holzbauweise vorgesehenen Bau der Südtiroler Architekt Matteo Thun:

In Kombination mit der einzigartigen Wandelhalle und ihrer Terrasse werden wir ein Zentrum der Erholung und Gastfreundschaft errichten.

Der Vorstandsvorsitzende versichert, dass dieser Prozess in engster Abstimmung mit der Gemeinde stattfinden werde. Das erwartet auch der Wiesseer Bürgermeister Peter Höß. Die Gemeinde hat mit dem Investor bislang einen Durchführungsvertrag geschlossen.

Sobald der Architekt einen Plan vorlegt, wird der Gemeinderat über die Aufstellung eines Bebauungsplans beraten. „Bad Wiessee wird sich mit diesem Konzept als Gesundheitsstandort der Zukunft positionieren“, ist sich Höß sicher.

Konkurrenz zum Medical Park?

Wird das Konzept der SME-Gruppe Wirklichkeit, könnte dies große Konkurrenz für den bestehenden Platzhirschen, die Medical Park AG bedeuten. Um dafür gerüstet zu sein, planen die Medical Park Verantwortlichen daher für ihre Klink „Am Kirschbaumhügel“ nach Osten eine Erweiterung – nachdem jüngst die Gemeinde das Gelände angeboten hatte.

„Der Medical Park kann sich vorstellen, die östliche Fläche unterhalb des Kirschbaumhügels, also die „Direktorenvilla“, für eine spätere Erweiterungsmöglichkeit zu nutzen. Dieses Interesse ist der Gemeinde bekannt, und Medical Park geht davon aus, dass es in die gemeindlichen Überlegungen zur Gesamtnutzung des Areals des Jodschwefelbades entsprechend einfließt”, erklärte Jenny Levié, Pressesprecherin des Unternehmens Mitte August auf Anfrage der Tegernseer Stimme.

Dem Wiesseer Medical Park könnte durch die SME Gruppe Konkurrenz drohen.
Dem Wiesseer Medical Park könnte durch die SME Gruppe Konkurrenz drohen.

Die SME-Verantwortlichen wollen von einer Konkurrenz indes nichts wissen. “Wir möchten mit den existierenden ortsansässigen und in dem Bereich tätigen Gesundheitsanbietern der Region eine Zusammenarbeit etablieren, von der alle profitieren sollen,” erklärt der SME-Vorsitzende Andreas Bänziger.

Ebenso strebe das Unternehmen eine enge Kooperation mit den entsprechenden Kostenträgern an. Eine Aussage, die die Wettbewerber indes nur bedingt beruhigen dürfte.


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