Seehofer erleidet Schwächeanfall

von Klaus Wiendl

Kurz nach seinem Eintreffen zur Klausurtagung in Wildbad Kreuth erlitt CSU-Chef Horst Seehofer bei der Tagung seiner Fraktion einen Schwächeanfall. Es wurde nach einem Notarzt gerufen.

Kurz nach seinem Eintreffen in Wildbad Kreuth soll CSU-Chef Horst Seehofer zusammengebrochen sein.
Kurz nach seinem Eintreffen in Wildbad Kreuth erlitt CSU-Chef Horst Seehofer einen Schwächeanfall.

CSU-Chef Horst Seehofer hat heute kurz nach 16 Uhr während seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten in Wildbad Kreuth kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitten, wie Parteisprecher Jürgen Fischer bestätigte. Er sei gestützt worden und hätte danach im Sitzen das Ende seine Rede weiter ausgeführt.

Schon am Wochenende hätte der Ministerpräsident wegen einer Grippe das Bett hüten müssen. „Selbstverständlich macht Seehofer die Klausur weiter“, so Fischer, „es gibt keinen Grund, sie nicht weiterzumachen“. Auch die morgige Schaltkonferenz mit den Tagesthemen der ARD nach dem Besuch von Angela Merkel stehe noch. Der herbeigerufene Notarzt bleibe auf Stand by.

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Seehofer bleibt in Kreuth

Nach Teilnehmerkreisen wurde Seehofer zunächst sehr blass und hielt sich am Mikrofon fest. Daraufhin wurde er zu seinem Platz am Podium geleitet, wo er seine Rede über die misslungene Asylpolitik von Angela Merkel fortsetzte. Schließlich bekam er Standing Ovations von der Landtagsfraktion.

Bereits im Juli vergangenen Jahres musste Seehofer einen Besuch der Bayreuther Festspiele aus gesundheitlichen Gründen absagen. „Es ging ihm nicht so gut. Deswegen musste konnte er nicht an einem Empfang teilnehmen“, teilte damals eine Sprecherin der Bayerischen Staatskanzlei mit. Weitere Einzelheiten zum Gesundheitszustand des 66-Jährigen wurden nicht bekannt.

2002 war Seehofer an einer schweren Herzmuskelentzündung erkrankt. Später erzählte er, damals nur knapp dem Tode entronnen zu sein.

Der Notarzt war nur wenige Minuten nach dem Vorfall vor Ort.
Der Notarzt war nur wenige Minuten nach dem Vorfall vor Ort.

Zentrales Thema bei der Winterklausur im wieder einmal tiefverschneiten Wildbad Kreuth ist einmal mehr die Lösung der Flüchtlingskrise. Seehofer hatte vor dem Auftakt von Kanzlerin Merkel einen umgehenden Kurswechsel bis Ende März gefordert.

Allerdings rechnet Seehofer nach eigenen Angaben nicht damit, dass Merkel bei ihrem Besuch morgen einen Kurswechsel vollziehen werde. Er betonte in Kreuth nochmals, dass man als CSU aber keine Ruhe geben werde, bis die Bundeskanzlerin eine Kehrtwende von ihrem „wir schaffen das“ hinbekommen habe.

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