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Warum die Rottacher Seeperle weg muss

Der Countdown läuft

Die alte Seeperle an der Rottacher Seestraße könnte bald verschwinden. Nach 20 Jahren Leerstand sollen im Dezember die Pläne für den Neubau eines Hotels veröffentlicht werden. Denn der Countdown läuft.

Gmunder Seeperle
So ungefähr soll die Seeperle in Rottach-Egern aussehen.

Die deutliche Kritik von Bürgermeister Christian Köck (CSU) in der letzten Gemeinderatssitzung am Bauvorhaben Seeperle blieb offenbar nicht ungehört. Letzte Woche, so Köck zur Tegernseer Stimme, „hat ein vertrauliches Gespräch mit den Herren Tengelmann und Leidecker stattgefunden. Wir haben über den Inhalt zunächst Stillschweigen vereinbart“. An dem Termin habe auch Bauamtsleiterin Christine Obermüller teilgenommen.

Auf dem Ratstisch in Rottach-Egern lagen die Planungen für den Abriss des bestehenden Gebäudes und den Neubau eines 90-Betten Suiten-Hotels, mit Almhaus und Restaurant, einem Wellnessbereich mit Schwimmbad im Untergeschoss sowie einer Tiefgarage mit 88 Stellplätzen. Elf weitere Plätze sollen oberirdisch entstehen.

Das geschätzte Investitionsvolumen: etwa 25 Millionen Euro. Genaueres werde die Öffentlichkeit im Dezember erfahren, wenn die „Projektgesellschaft Seestr. 19-21 Rottach-Egern GmbH & Co. KG“ ihre Pläne dem Gemeinderat offenlegt, so Köck. „Bis dahin lassen wir den Planern noch Zeit, um Ihr Vorhaben detailliert vorzubereiten“.

Leidecker bestätigt diesen zeitlichen Ablauf. Dies sei ein „ganz klares Ziel“, das auch „mit unserem heutigen Architekten so vereinbart wurde“, sagt Leidecker.

Countdown läuft

Bauamtsleiterin Obermüller gab vor zwei Wochen zum langwierigen Procedere an: „Die Planer waren der Überzeugung, dass ein Abbruch und ein kompletter Neubau wirtschaftlicher als ein Umbau ist“. Ein Abriss war aber nicht mit dem Bebauungsplan gedeckt. Deswegen sei ein Änderungsverfahren zum Neubau des Hotels erforderlich gewesen, da auch die Tiefgarage größer werde.

„An dem Verfahren wurden sämtliche Behörden beteiligt und gehört. Deren Stellungnahmen müssen dem Gemeinderat zugänglich gemacht werden. Der entscheidet dann, ob das Vorhaben so genehmigt werden kann“, erläuterte Obermüller. Der Gemeinderat hofft, dass noch in diesem Jahr der Bebauungsplan in Kraft gesetzt werden kann. Einziger Vorbehalt: sämtliche Dienstbarkeiten müssen geklärt sein.

Laut einem Schreiben des Kreisbaumeisters, das Obermüller zitierte, bedauere Werner Pawlovsky, dass mit dem Neubau eine andere Architektur und andere Ausrichtung der Gebäude möglich gewesen wäre, aber man diese Chance nicht wahrgenommen habe. Die terminliche Vorgabe der Gemeinde Rottach-Egern: die Durchführung der Pläne müsse bis November 2017 verwirklicht werden. Der Countdown für Tengelmann und Leidecker läuft.


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