Im Jahresrückblick: Josef Bogner

Sein Meisterstück

Von Klaus Wiendl

Ein paar TS-Redakteure haben die Themen des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren lassen und ihre ganz persönlichen Highlights, Aufreger und Helden aus 2016 in ein paar Zeilen zusammengefasst. Heute: Josef Bogner.

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Ein 32-Jähriger schaffte Unglaubliches in nur neun Monaten: aus einem Trümmerhaufen errichtete er das Schmuckstück vom Tegernsee. Mein Mann des Jahres ist Josef Wolfgang Bogner, der Besitzer des Voitlhofs zum neuen Zotzn in Rottach-Egern.

Er ist nicht nur auf der Ziach bei der Tegernseer Tanzlmusi zuhause. Das Multitalent Bogner ist gelernter Zimmermann und hat in der Schweiz auch das Handwerk des Käsers und Kochs erlernt. Dort lernte er auch seine spätere Frau Marianne kennen. Inzwischen haben Beide bereits drei Kinder.

Dennoch blieb Zeit, nicht nur das beliebte Ausflugsziel Siebenhütten in Wildbad Kreuth um- und auszubauen, auch sonst ist der „Seppi“, wie ihn seine Spezl nennen, ein umtriebiger Gastronom. Ob auf dem Rottacher Adventsmarkt oder beim Pferdeschlittenrennen. Er und sein Vater Josef Bogner sen., ein geborener Tiroler, haben ein Gespür dafür, wie man Tradition unter die Leute bringen kann, ohne dass es in Kitsch ausartet.

Mit Energie und Tatkraft ein Schmuckstück geschaffen

Des Juniors Meisterstück aber ist der Voitlhof auf dem Grund der ehemaligen Gsotthaber-Stuben. Ein Jahr lang hat er seine ganze Energie in sein „Herzensobjekt“ gesteckt, den Abriss und Wiederaufbau des stattlichen aber maroden Bauernhofs aus dem Jahr 1532. Bis März stand dieser in Brixlegg. Zuvor hatte Bogner in mühevoller Kleinarbeit 3.000 Balken durchnummeriert, damit das Puzzle in Rottach wieder zusammenpasst.

Glücklicher Besitzer: Josef Bogner Junior – der neue Wirt vom Voitlhof.

Stück für Stück wurde der Tiroler Hof über Wochen abgetragen und an seinem neuen Standort wiedererrichtet. Zuvor musste noch eine Tiefgarage fertig sein, sowie Grundmauern an der West- und Nordseite, da der alte Hof am Hang stand. Es klappte alles wie am Schnürchen, trotz vieler Regentage im Sommer. Die Zeit drängte auch, da Bogner sen. sein Gasthaus zum Zotzn wegen des Neubaus bereits geschlossen hatte und seine Stammgäste die Eröffnung des Voitlhofs kaum erwarten konnten.

Doch „Seppi“ schaffte den Probebetrieb bereits Tage vor der offiziellen Eröffnung am 2. Dezember. Neun Monate zuvor stand der Hof noch über dem Inntal. Inzwischen ist er sensibel erneuert und schön herausgeputzt. Dank Bogner junior ist wieder Leben im uralten Hof.


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