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Skiunfälle in der Freizeit – Helmpflicht ist nicht alles

Von Steffen Greschner

Obwohl noch nichts zu sehen ist vom Schnee, steht der Winter eindeutig vor der Tür. Vor allem bei den Skifahrern unter uns kommt da Vorfreude auf. Bretter aus dem Keller geholt, Kanten geschliffen, Wachs aufgetragen!

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Ein Helm muss neuerdings auch getragen werden. Stürzen kann jeder schnell einmal, dazu reicht oft schon eine Eisplatte. Die Folgen sind meistens „nur“ kleinere Blessuren oder Knochenbrüche.

Was aber, wenn Arm oder Bein steif bleiben und man nach einem Skitag invalide nach Hause kommt? Wir haben dazu den Rottacher Versicherungsexperten Carsten Leber befragt.

Hallo Herr Leber. Seit wann sind Sie in der Versicherungsbranche tätig?
Carsten Leber: Seit 1991. Anfangs von Miesbach aus. Drei Jahre später habe ich ein Büro in Rottach-Egern eröffnet.

Wie ist Ihre Erfahrung? Schließen die Menschen am Tegernsee andere Versicherungen ab?
Leber: Na ja, eine Autoversicherung braucht so ziemlich jeder, krankenversichert sollte man auch sein, und eine private Unfallversi- cherung ist nie schädlich – vor allem, wenn man hier wohnt.

Warum vor allem hier?
Leber: Wir leben in einem Umfeld, in dem – bei den Kindern angefangen, über deren Eltern – alle relativ viel Sport treiben. Skifahren, Rodeln – das sind riskante Sportarten. Es kann viel passieren.

Das Geschäft mit der Angst?
Leber: Sie meinen, ich übertreibe!? Das tu ich nicht. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Die meisten der Unfälle – immerhin 80 % – passieren in der Freizeit.

Reicht für diese Unfälle nicht einfach eine Krankenversicherung?
Leber: Grundsätzlich ja. Aber nicht, wenn eine Invalidität eintritt. Das passiert zwar ziemlich selten, aber leider immer wieder. Ein Arm bleibt steif. Das Augenlicht geht verloren. Ein Bein muss amputiert werden. Da hilft dann nur noch eine private Unfallversicherung.

Können Sie das erklären?
Leber: Die Krankenversicherung kommt bei Unfällen mit einhergehender Invalidität nur für entstehende Kosten auf, wenn diese am Arbeitsplatz, in der Schule und auf dem Weg dorthin und zurück passieren.

Nicht aber bei Freizeitunfällen. Kosten, die dann über die normale Behandlung hinausgehen, hat der Patient komplett aus eigener Tasche zu bezahlen. Und von der gesetzlichen Invaliditätsrente kann kein normaler Mensch leben.

Kann sich denn ein Normalverdiener eine zusätzliche private Unfallversicherung überhaupt leisten? Was kostet diese im Jahr?
Leber: 40 % aller Deutschen haben eine solche Versicherung abgeschlossen. Das leisten sich also nicht nur Besserverdiener. Eine sinnvolle und existenzabsichernde Versicherung für Kinder gibt es ab 100 Euro und für Erwachsene ab etwa 300 Euro im Jahr.

Haben Sie noch einen abschließenden Tipp für unsere Leser, jetzt zur Winterzeit?
Leber: Ja, habe ich. Das hat aber nichts mit Freizeitunfällen zu tun, ist jedoch gerade jetzt im November relativ wichtig, und man kann dadurch im nächsten Jahr vielleicht ein paar Euro sparen.

Am 30. November endet die jährliche Frist die, KfZ-Versicherung zu wechseln. Wenn der bisherige Anbieter die Gebühren erhöht hat, ist sogar noch bis Ende Dezember ein Wechsel zu einer anderen Versicherung möglich.

Herr Leber, vielen Dank für das Gespräch.


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