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E-Werk Tegernsee investiert ins Berggasthaus

Sichere Stromleitung für die Neureuth

Drei Stromausfälle in diesem Jahr musste das Wirtsehepaar Barbara und Thomas Gigl auf der Neureuth schon erdulden. Um weitere Folgeschäden zu verhindern, beginnt nun die Verlegung eines neuen 20.000 Volt-Kabels. Wanderer müssen mit Beeinträchtigungen auf dem Winterweg rechnen.

Ein Teil der Leerrohre für das 2,3 Kilometer Leitungssystem ist bereits nahe am Neureuthparkplatz gelagert. Fotos: K.Wiendl

Über 40 Jahre ist die alte Leitung zum beliebten Berggasthof der Stadt Tegernsee schon alt. Jetzt hat sie ausgedient, nachdem sie sich in letzter Zeit „sehr auffällig zeigte“, so Frank Thinnes vom E-Werk, da mit dem Kabel auch der neue Behörden-Funkmast auf der Neureuth versorgt wird. Mit „Hochdruck“ suchte man eine Lösung, da weitere Ausfälle befürchtet wurden. „Wir haben uns entschlossen, entsprechenden Ersatz zu schaffen“, so Thinnes.

Zumal die jetzige Trasse durch den Bergwald verlaufe, was Reparaturen am Kabel schwierig mache. „Bei Schnee ist die Leitung sowieso nicht zu erreichen“. Thinnes rechnet mit Kosten von „300.000 Euro plus X“ für das Kabel. Der Übergabepunkt ist am Anfang der Olaf-Glubransson-Straße. Thomas Gigl erhofft sich von der Investition des E-Werks wieder eine „stabile Leitung“. Denn im Betriebsurlaub habe es zwei Stromausfälle gegeben:

Die 40 Jahre alte Leitung ist einfach durch.

Die Vorarbeiten zur Verlegung des neuen Kabels beginnen in diesen Tagen. „Das extrem steile Gelände ist eine Herausforderung“, sagt Wolfgang Freimoser vom ausführenden Unternehmen BBT, dem Erfahrung im alpinen Gelände nachgesagt wird. Man müsse die Mindesttiefe von 1,50 Metern erreichen, da auch vorsorglich schon die jeweils zwölf Meter langen Leerrohre für Gas- und Wasserleitungen verlegt würden. Gefräst werde die Rinne entlang der Fahrstraße. „Es werden auch Positionen für Zugschächte gebildet, in denen später die Muffen für die Gasleitung positioniert werden“.

Neureuth: Die Schächte als Verbindungsknoten der Leerrohre stehen bereit.

Materialtransport mit Hubschrauber

Die 2300 Meter lange Stromleitung werde vom Berg ins Tal verlegt. Dies sei der jetzigen Witterung geschuldet, deshalb „bauen wir von oben nach unten“. Vom frühen Schnee sei man überrascht worden. Der Transport der Materialien zu den Streckenabschnitten an der Bergstraße erfolge mit einem Hubschrauber. Damit sei eine schonende Ausbringen das Materials gewährleistet und die Straße würde dadurch weniger in Mitleidenschaft gezogen, als sie ohnehin schon beansprucht werde. Freimoser rechnet mit einer Bauzeit „bis rein in den November“, auch wenn die Fräsarbeiten bereits in zwei Wochen beendet sein dürften.

„Wanderbaustelle“ sollte umgangen werden

Für Wirt Gigl ist die Bauphase eine Herausforderung, denn sein Berggasthaus in 1.264 Metern Höhe brauche zweimal in der Woche eine größere Lieferung. Daher müsse er sich „ganz eng“ mit der Baufirma absprechen. Wenn alle Stricke reißen würden, schaffe er mit seinem Landrover auch den holprigen Westerhof-Weg. „Das habe ich vorsorglich schon ausprobiert“, sagt Niggl.

Bis Anfang November stehe die Forststraße Wanderern und Fahrradfahrern werktags (mit Samstag) nur sehr eingeschränkt und mit Behinderungen zur Verfügung, schreibt das E-Werk in einer Pressemitteilung. Sonntags würden keine Beeinträchtigungen bei der Nutzung der Forststraße bestehen. “Im Bereich der Wanderbaustelle (täglich ca. 200 m) ist die Forststraße dann zumeist nicht nutzbar und muss umgangen werden“. Deshalb empfiehlt das E-Werk, „die Forststraße zu meiden und auf den Ersatzweg (siehe Bestandsbeschilderung) auszuweichen“.


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