Retter brauchen selbst Hilfe

26 Einsätze, acht Übungen und über 350 geleistete ehrenamtliche Stunden – so lautet die Halbjahresbilanz 2017 der Einsatzkräfte der BRK-Schnelleinsatzgruppe Tegernseer Tal. Besonders schlimm traf die Truppe der Brand im eigenen Wiesseer Rettungszentrum am 13. Februar.

Notarzteinsatz am 21. Juni in Bad Wiessee… / Bild: BRK

Besonders schwer getroffen wurden die Tegernseer Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) vom Brand am 13. Februar im Wiesseer Rettungszentrum. Das geht jetzt aus dem Halbjahresbericht hervor. Zwei BRK-Mitglieder wurden damals schwer, mehrere Feuerwehreinsatzkräfte leicht verletzt.

Die komplette Ausrüstung, ein Rettungswagen, ein Rüst- und Gerätewagen, das Einsatzleitfahrzeug sowie die Fahrzeuge der Wasserwacht und der Rettungshundestaffel fielen den Flammen zum Opfer. Und noch immer befinden sich einzelne Mitglieder in ambulanter Behandlung.

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Dank Hilfe wieder einsatzbereit

Innerhalb des Verbandes griff man zu Sofortmaßnahmen und unterstützte die schwer angeschlagene Truppe mit einem Ersatz-Rettungswagen. Auf diese Weise war man nach acht Wochen wieder voll einsatzbereit. Gegen Ende des Jahres werden die Fahrzeughallen laut BRK nun wieder aufgebaut. Voraussichtlich werden bis zu diesem Zeitpunkt auch wieder ein neuer Einsatzleitwagen sowie ein Rüst- und Gerätewagen vorhanden sein. Aktuell arbeitet das BRK an der Finanzierung des Rettungswagens.

Kurz nach dem Brand des BRK-Rettungszentrums am 13. Februar in Bad Wiessee – der Gebäudekomplex soll nun Ende des Jahres wieder aufgebaut werden. / Archivbild

Wie berichtet, hatte die Versicherung zwar einen Großteil der durch den Brand verursachten Kosten in Höhe von ungefähr drei Millionen Euro übernommen, dennoch muss das BRK zirka 300.000 Euro selbst aufbringen. Aus diesem Grund wurde die Bevölkerung um finanzielle Unterstützung gebeten.

Trotz erheblicher Einschränkungen durch den Brandschaden hat sich gezeigt, dass das BRK in diesem ersten Halbjahr dennoch leistungsfähig war. Obwohl das BRK 60 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr hatte, sei die medizinische Sicherheit sowohl von den Gästen als auch von den Einwohnern des Tegernseer Tals gesichert worden, heißt es in der Bilanz.

In den letzten Wochen sei man von der integrierten Leitstelle fast täglich alarmiert worden. Zuletzt hatte man am 29. Juni zwei internistische Notfälle in Kreuth und in Tegernsee. Und am 21. Juni kam es zu einer Gasverpuffung in Bad Wiessee, was eine Evakuierung der Spielarena zur Folge hatte.

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