So schaugt’s in Kreith aus

Von Maxi Hartberger

Wintersportler fiebern derzeit auf den nahenden Winter. Damit auch Langläufer schon vorher wissen, wie es auf den Loipen aussieht, stellt die Gemeinde Kreuth ein technisches Helferlein auf. Und damit nicht genug.

So schaut's aus... Bald zeigt eine Webcam Langläufern die aktuelle Lage in Kreuth.
So schaut’s aus… Bald zeigt eine Webcam Langläufern die aktuelle Lage in Kreuth.

Blauer Himmel, die Sonne scheint und das gesamte Tegernseer Tal ist schneebedeckt – Wintersportler träumen schon von der kommenden Saison und können es kaum erwarten, sich auf die Bretter zu schwingen.

Auf den Bergen gibt es bereits seit einiger Zeit Webcams, die Ski- und Snowboardfahrern per Mausklick zeigen, wie es auf den Pisten aussieht. Damit auch Langläufer davon profitieren, stellt die Gemeinde Kreuth diesen Winter erstmals eine Webcam in der Klamm auf. Bürgermeister Josef Bierschneider erklärte auf der vergangenen Gemeinderatssitzung:

Oft ist es ja so, dass die Schneeverhältnisse am See nicht mehr so toll sind, aber dafür in der Klamm hinten für Langläufer noch optimal. Deshalb ist so eine Webcam durchaus sinnvoll.

Damit die Webcam allerdings in den Sommermonaten nicht ungenutzt bleibt, habe die Kreuther Touristinfo einen sinnvollen Vorschlag gemacht: „Im Sommer wird die Webcam dann an der Käserei aufgestellt“, so Bierschneider abschließend.

Weiterer Wander- und Loipenparkplatz

Doch nicht nur um Webcams hat sich die Gemeinde jüngst Gedanken gemacht. Auch weitere Stellplätze für die Wintersportler sollen entstehen. In Kreuth-Bayerwald hat erst Ende Oktober wie berichtet das Gasthaus Waldbauer zugemacht. Die dortige Fläche nun als Loipen- und Wanderparkplatz genutzt und bewirtschaftet werden.

Ein entsprechender Vertrag wurde nun mit den Eigentümern des Hauses, der Familie Tischler, abgeschlossen. Das erklärte Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider bei der letzten Sitzung im Gemeinderat. Nach fast sechs Jahrzehnten hatten die Wirtsleute das Gasthaus dicht gemacht.

Monika und Peter Tischler schließen nach 60 Jahren das Café Waldbauer.
Monika und Peter Tischler haben Ende Oktober das Café Waldbauer endgültig geschlossen.

Es war ein wehmütiger Abschied, wie Peter Tischler gegenüber der Tegernseer Stimme erklärte. „Seit 56 Jahren stehe ich schon in der Küche, das reicht.“ Alters- und krankheitsbedingt mussten die Wirtsleute nun aufhören. Wenn der Sohn den Betrieb übernommen hätte, wären die Auflagen für den Brandschutz so hoch, dass er für einen Neustart keine Chance hätte. In dem fast 500 Jahre alten Bauernhaus müsste er alles umbauen.

Doch vor dem Gebäude, in dem laut Tischler auch Wohnungen entstehen könnten, sollen nun bis zu 25 Stellplätze entstehen. „Wir werden die Fläche räumen und streuen“, so Bierschneider. Dafür wird aber auch eine Gebühr fällig. Ein Parkautomat soll noch vor dem nahenden Winter aufgestellt werden.


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