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Wie die Gemeinden mit der Müllproblematik an den Badeorten umgehen

Sommer, Sonne, Strand und Müll

Von Maxi Hartberger

Die Sonne scheint, bei stechender Hitze stauen sich die Autos rund um den See und Urlauber wie Einheimische stürmen die Badeorte. Am Tegernsee ist der Sommer ausgebrochen.

Doch mit den Massen an Badestrandbesuchern tritt auch die Problematik der Müllentsorgung in den Gemeinden zutage. Wie gehen die Tegernseer Gemeinden mit den überfüllten Mülleimern am See um?

Häufig landet der Abfall neben statt im Mülleimer - so wie hier in Seeglas / Foto: Privat
Häufig landet der Abfall neben dem statt im Mülleimer – so wie hier in Seeglas / Foto: Privat

Das diesjährige Pfingstwochenende war das heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Eisdielen, Schwimmbäder und Badeorte waren daher die beliebtesten Ausflugsziele der Urlauber, aber auch der Einheimischen des Tegernseer Tals. An einem so heißen Wochenende am See wird dann schon mal viel gegessen und getrunken. Dabei produzieren die Badegäste Unmengen an Müll, um den sich die einzelnen Gemeinden an den verschiedenen Badestellen kümmern müssen.

In Bad Wiessee habe es in den vergangenen Jahren kein allzu großes Problem mit dem Müll gegeben, erklärt Ordnungsamtsleiter Klaus Schuschke. An den Badeorten stehen viele Mülleimer zur Verfügung, die jeden Morgen von den Mitarbeitern des Bauhofs kontrolliert und gegebenenfalls gesäubert werden: „Das müssen wir als Gemeinde leisten, auch wenn wir natürlich schon an die Vernunft der Leute appellieren.“

Nicht überall ist das Problem gleich groß

Die Gemeinde will sich die Situation in den kommenden Sommertagen erst einmal ansehen. Falls die vorhandenen Möglichkeiten der Müllentsorgung nicht ausreichen, wird die Gemeinde reagieren und „entsprechende Maßnahmen ergreifen“, so Schuschke.

Auch in Rottach-Egern gab es bisher „keine Beschwerden oder konkrete Probleme mit der Müllentsorgung an den Badeorten“, erklärt Geschäftsleiter Josef Brummer. Täglich werden die Mülleimer an Badeorten, wie beispielsweise der Popperwiese, von zwei zuständigen Straßenkehrern mehrmals ausgeleert.

Die Stadt Tegernsee kennt das Müllproblem im Sommer aber nur zu gut. Vor allem an der Point, dem wohl beliebtesten Badeort im Tal, wird eine Unmenge an Müll produziert. Bürgermeister Johannes Hagn weiß die Problematik realistisch einzuschätzen:

Wir haben nicht nur ein bisschen, sondern jede Menge Müll. Leider können wir nicht viel tun: Wir räumen den Müll weg und das war’s. Wir haben leider keine Müllpolizei.

Die größte Schwierigkeit liegt aber nicht im Ausleeren der Müllbehälter, sondern bei den zahllosen Glasflaschen und Einweggrills, die von den Gästen einfach liegengelassen werden. Die Stadt will nach Rücksprache mit dem Bauhof künftig größere Müllbehälter aufstellen. Mehr könne man ohnehin nicht tun. Mit Verbotsschildern will die Stadt gar nicht erst anfangen: „Erstens bringen die nichts und zweitens will ich unseren Schilderwald nicht noch verdichten“, so Hagn.

Am vergangenen Wochenende gab es vor allem auch in Seeglas ein großes Müllproblem. Die Mülleimer waren überfüllt und ringsherum auf dem Boden verteilte sich sonstiger Abfall. Die Gemeinde Gmund hat das „natürlich selbstverständlich bemerkt“, so Geschäftsleiter Alfons Besel. Am Montagmorgen fuhr er selbst zum Strandbad in Seeglas, um sich die Problematik anzusehen:

Es sah aus wie nach einem Rockfestival.

Dies ist vor allen Dingen den Menschenmassen zuzuschreiben, die an heißen Tagen das Strandbad in Seeglas besuchen, so Besel. Der Müll wird zwar jeden Morgen entsorgt und die Flächen gesäubert, aber bei einer so großen Besucherzahl ist das nicht von Dauer.

Insgesamt appellieren die Gemeinden an die Besucher der Badeorte. Sind die Müllbehälter voll, sollte der übrige Abfall nicht einfach daneben auf den Boden geworfen werden. Schließlich will jeder eine saubere Umgebung und eine schöne Atmosphäre beim Baden am Tegernsee vorfinden.

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