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Sonnenbichl: Wiessee weist Förderverein mehr Rechte zu

Neue Sperrzeit soll Tourenskifahrer abhalten

Von Robin Schenkewitz

Die Skipiste am Sonnenbichl ist mit seiner guten Beleuchtung durch die im letzten Jahr errichteten Strahler gerade in der Nacht ein ganz besonderes Erlebnis für Skifahrer und Tourengeher.

Zukünftig soll dies jedoch unterbunden werden. Denn wenn die Pistenraupe den Berg erklimmt, kann dies für die Sportler durchaus unangenehme Folgen haben. Deswegen hat die Wiesseer Gemeinde dem Förderverein jetzt erlaubt, die Piste für die Dauer der Arbeiten zu sperren.

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Ab 21 Uhr gehört der Sonnenbichl nun allein der Pistenraupe

Der Förderverein Schneesport im Tegernseer Tal hatte laut Bürgermeister Peter Höß die Gemeinde auf die Missstände hingewiesen und um eine klare Regelung gebeten. Schließlich sei es bisher nur dem Glück zu verdanken gewesen, dass sich aus der gegenwärtigen Situation noch keine schwerwiegenden Folgen ergeben hätten.

Mittwoch gilt Ausnahme

Der Gemeinderat in Bad Wiessee folgte in seiner jüngsten Sitzung nun dieser Argumentation und stattete den Verein mit neuen Befugnissen aus, welche es ihm ermöglichen soll die Gefahr auf der Piste auf ein Minimum zu reduzieren.

So wird der Hang täglich ab 21 Uhr gesperrt. Denn um die gesamte Piste für den nächsten Tag präparieren zu können, muss die Raupe zeitig beginnen, damit die Arbeiten nicht bis in die frühen Morgenstunden andauern. Einzige Ausnahme bildet dabei der Mittwoch. Mit Blick auf die längeren Öffnungszeiten der Aueralm hat man sich dazu entschlossen, an diesen Tagen erst um 23 Uhr mit den Arbeiten zu beginnen. Diese Regelung kann als Zugeständnis an die Tourenskifahrer gesehen werden.

Beleuchtetes Stahlseil

Der Bereich um die Pistenraupe wird dabei wie bisher auch noch besonders gesichert. Der Förderverein stellt Warntafeln und Blitzleuchten auf, um etwaige Fahrer auf die Gefahr hinzuweisen. Die Sperrung selbst wird jedoch nur mit Absperrbändern gekennzeichnet.

Zudem soll zur besseren Sichtbarkeit das Stahlseil, an dem die Pistenraupe hängt noch zusätzlich mit Scheinwerfern angestrahlt werden, damit sich ein Beinahe-Unfall wie aus der letzten Saison nicht wiederholt. Ende Februar hatten sich zwei Tourenskigeher verbotenerweise auf die Piste gewagt. Während Präparierung durch die Pistenraupe, kam es dabei zu einem Unfall, den ein Skifahrer nur mit Glück unverletzt überstand.

Der Vorstand des Fördervereins Anton Schwinghammer erläuterte das Problem und den glimpflich verlaufenen Unfall damals mit den folgenden Worten:

Während sich die Pistenraupe im Hang unterhalb der Kuppen vor den vorhandenen Plateaus befindet, schneidet sich das ca. 10 mm starke Drahtseil grundsätzlich im Bereich der Kuppe bis zu 20 cm tief in den Schnee ein und ist dadurch nicht erkennbar. Bei einer seitlichen Richtungsveränderung der Pistenraupe entsteht durch das im Schnee verhängte Drahtseil eine erhebliche Spannung.
In dem Moment wenn sich das Seil durch das Annähern der Pistenraupe an die Kuppe, aufgrund der immer höher werdenden Spannung aus dem Schnee löst, entlädt sich die aufgestaute Energie durch eine seitlich nach oben wirkende Peitschbewegung.

Genau in diesem Moment stand/fuhr einer der beiden Tourenskifahrer in unmittelbarer Nähe des im Schnee verhängten Drahtseiles. Wie durch ein Wunder wurde er nur im Bereich der Bindung von dem Drahtseil getroffen. Dies hatte zur Folge, dass er in hohem Bogen durch die Luft flog und beim Aufprall auf die Piste sich ohne Skier, ohne Stöcke und dergleichen im Schnee wieder fand.
Es ist nicht auszudenken welche Folgen der Vorfall hätte nach sich ziehen können, wäre der Tourenskifahrer an einem seiner Gliedmaßen oder am Kopf getroffen worden. Trotz des Vorfalles ließen sich die beiden Tourenskifahrer nicht beirren und setzten ihre Abfahrt auf der gesperrten Piste bis ins Tal fort.

In diesem Zusammenhang warnte Schwinghammer bereits mehrmals eindringlich davor, die aufgestellten Hinweisschilder mit Blinklichtern zu missachten. Und auch das Überwinden der Absperrungen bedeute unmittelbare Lebensgefahr.

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