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So wird das Wetter

Sonnig und mild oder kalt und verschneit?

Von Simon Haslauer

130 Zentimeter Schnee am Brauneck, ein Meter Schnee am Spitzingsee und in Glashütte sind es 70 Zentimeter Schnee. Wird es diese Woche wieder mehr schneien? Hier ist das Wetter für das Tegernseer Tal.

Winter in Schaftlach. / Quelle: Hans Wildermuth

„In diesem Winter blieben angekündigte große Schneefallereignisse regelmäßig hinter den Erwartungen zurück“, beginnt der Schaftlacher Wetterexperte, Hans Wildermuth und gibt gleich einen Ausblick: „So auch in der aktuellen Woche.“ Es habe zwar geschneit, aber lange nicht soviel wie erwartet. Trotzdem haben sich auf den Bergen erkleckliche Schneemengen angehäuft. Auf dem Brauneck liege aktuell 130 Zentimeter Schnee, am Spitzingsee etwa ein Meter und in Glashütte 70 Zentimeter. Auch bis zum übernächsten Wochenende seien laut Wildermuth wieder drei Schneefallereignisse geplant, deren Ergiebigkeit jedoch schwer vorhersagbar ist.

Wildermuth erklärt: „Zur Zeit liegt das Oberland in einer westlichen Strömung, die mal von Hochdruckgebieten dominiert wird, mal von durchziehenden Störungen.“ Es komme alles vom Atlantik, dabei sei eine winterliche Witterung im nördlichen Alpenvorland schon mal ausgeschlossen.

Die erste Störung mit etwas kälterer Meeresluft stehe schon in der Nacht auf Samstag ins Haus. „Sie macht mehr Wind als sonstwas“, sagt der Experte. Die Luft sei nicht kalt genug für Schneefall bis ins Vorland, aber auf den Bergen, „so ab 1.000 Meter Höhe können einige Zentimeter Schnee fallen“, bemerkt Wildermuth. Falls es doch morgens ganz herab schneien sollte, hört der Niederschlag schnell auf. Am Samstag sei die Front schließlich schon in die Berge verschwunden, es wird zunehmend sonnig und die Tagestemperatur bleibt unter fünf Grad.

Kaltfront mit Schnee am Montag

Am Sonntag macht sich besonders die Bewölkung einer zweiten Störung bemerkbar. Es bleibe, so der Experte, zwar anfangs bei zunehmendem Wind noch trocken, aber die Sonne komme kaum noch zum Vorschein und die Temperatur ändere sich gegenüber dem Vortag nicht wesentlich. Nachmittags können erste Regentropfen fallen, anfangs auch auf den Bergen.

Die Störung in Form einer Kaltfront zieht erst abends und in der Nacht auf Montag durch. Sie fällt deutlich kräftiger aus als ihre Vorgängerin und bringt zunächst Regen, auf den Bergen Schnee. Wildermuth erklärt:

Weil die richtig kalte Luft verzögert einfließt, geht der Regen wahrscheinlich erst gegen Morgen bis ins Vorland in Schnee über. Am Montag fällt bei um Null Grad immer wieder Schnee, in den Bergen auch ergiebig. Nach aktuellem Stand ist die Neuschneemenge noch unsicher, es könnte aber auch etwas mehr werden, selbst im Vorland.

Darauf sollte man zumindest gefasst sein. Wildermuth bemerkt: „Auch wenn nach den bisherigen Erfahrungen die prognostizierten Neuschneemengen häufig überschätzt wurden.“ Ab Dienstag sei dann alles vorbei und es strömt wieder mildere Luft unter Hochdruckeinfluss ins Oberland, es wird, so Wildermuth, meist sonnig und mild. „Das könnte so bis kurz vor dem Wochenende bleiben, dann deutet sich ein weiterer Kaltluftvorstoß an, aber auch nur von vorübergehender Art. Für die Schneedecke bedeutet dieses Wechselspiel nicht unbedingt einen Verlust, sie kann sich durch die kurzen Kaltfrontpassagen regenerieren und schmilzt in den milden Zwischenphasen nur wenig ab. Das gilt insbesondere für die Berge und die inneralpinen Täler“, weiß der Schaftlacher.


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