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Kaum erstanden, schon wieder verkauft

Spekulationsobjekt: Hotel Waltershof

Vor gut zwei Jahren erstand Schlagersänger „Bernie Paul“ in Rottach-Egern das 36-Zimmer-Hotel im Malerwinkel. Nun hat es bereits neue Besitzer, die einige Veränderungen planen.

Hier soll das neue Gästehaus an der Westseite vom Hotel Waltershof entstehen.

Mit großem Getöse präsentierte sich https://tegernseerstimme.de/bernie-paul-und-sein-firmengeflecht-2/153314.html Musikproduzent Bernhard Paul Vonficht, besser bekannt als Bernie Paul, als er im Dezember 2014 das Hotel Waltershof in Rottach kaufte. Medienwirksam vermachte er auch das Mobiliar Asylbewerbern im Landkreis.

Auch machte er öffentlich, was er alles im Haus aus dem Jahr 1982 renovieren und ergänzen will. Nicht nur, dass der „Renovierungsstau“, so ein Insider gegenüber der Tegernseer Stimme, „Millionen kosten werde“, ‚Bernie Paul’ plante auch noch Richtung Fürstenstraße ein Gästehaus mit sechs Zimmern. Daraus wurde nichts mehr.

Gästehaus weiterhin geplant

Doch inzwischen hat das Hotel neue Besitzer, die Rodex Haus- und Grundverwaltungs GmbH. Dies wurde erst im gestrigen Ortsplanungsausschuss bekannt. Der Schlagerstar hat sich offenbar klammheimlich von der Bühne gemacht. Geblieben aber ist der Wunsch nach einem inzwischen kleineren und ebenerdigen Gästehaus mit nur noch zwei Zimmern.

Entfallen würde auch der geplante Verbindungsbau zum Hotel. Während man den kleineren Baukörper „positiv“ sah, so Josef Lang (CSU), gab es doch Bedenken wegen der modernen Fassadengestaltung, ob mit Holzschindeln, Wandpaneelen, einem Edelstahl-Geländer oder grauen Fenstern.

Das geplante Gästehaus soll sich optisch vom Hotel abheben.

Wenn sie aus Metall wären, so Lang, würden sie nicht der Gestaltungssatzung entsprechen. Die „Vollverschindelung“ sei für ihn „architektonisch nicht im Sinne der Ortsplanung“, bemängelte Bürgermeister Christian Köck (CSU). Bauamtsleiterin Christine Obermüller referierte die Intension des Bauherrn.

Jodelstil oder moderne Alpenarchitektur?

Der Neubau solle sich demnach bewusst vom Hotelgebäude unterscheiden und mit grauen Paneelen einen modernen Charakter haben. Für Josef Kaiser (CSU) entspricht der Stil dem modernen Bauen im Alpenland.

Es muss ja nicht jedes Haus aussehen, als sei es 1970 gebaut worden. Man kann da schon mal einen Schritt nach vorne gehen. Es muss ja nicht jedes Haus jodeln.

Der Gästehausneubau entsteht laut Obermüller am nordwestlichen Hauseck. Die erforderlichen Stellplätze seien sowohl in der Tiefgarage als auch auf dem Grundstück vorhanden. Dennoch sollten, so der Wunsch der Gemeinde, alle Gäste ihre Fahrzeuge in der Tiefgarage abstellen. Die Kosten dafür betragen 10 Euro pro Tag.

Sie würden lieber die öffentlichen Stellplätze zuparken, bemängelte Obermüller. Nur fünf Euro dagegen verlange man in der nahen Parkgarage der Gemeinde, empfahl Köck dem Betreiber und seinen Gästen. Mit ein paar Gestaltungstipps an den neuen Bauherrn wurde dessen Antrag einstimmig genehmigt.


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