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Kreuther Feuerwehrkommandant Thomas Wolf im Interview

“Spenden entlasten den Gemeinde-Haushalt”

Von Martin

Seit Mitte Februar ist Thomas Wolf offiziell Erster Kommandant der Kreuther Feuerwehr. In den wenigen Monaten seit seinem Amtsantritt hat der Chef von rund 400 ehrenamtlichen Feuerwehrlern schon einiges bewegen können.

Im Interview erzählt Wolf unter anderem, warum bei einer Alarmierung nicht mehr notwendigerweise alle Fahrzeuge ausrücken müssen. Auch erläutert er wie wichtig Spenden, wie die heute vom E-Werk und der TEG übergebenen von 5.000 Euro, für die Feuerwehrler sind.

Von links: Thomas Wolf, Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider, TEG Geschäftsführer Bernhard Reith, Feuerwehrvorstand Hans Leo und der kaufmännische Leiter des E-Werks Manfred Pfeiler.
Von links: Thomas Wolf, Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider, TEG Geschäftsführer Bernhard Reith, Feuerwehrvorstand Hans Leo und der kaufmännische Leiter des E-Werks Manfred Pfeiler.

Tegernseer Stimme: Hallo Herr Wolf. Wie verliefen die ersten Wochen seit Ihrem Amtsantritt als Erster Kommandant?

Thomas Wolf: Genauso wie die der letzen Jahren als ich noch zweiter Kommandant war (schmunzelt). Die einzige Änderung ist, dass seit Anfang des Jahres eine Eins vorne dran steht. Mit meinem Vorgänger Hannes Reich habe ich sehr eng zusammen gearbeitet und mir mit ihm schon vor der Amtsübergabe viele Aufgaben geteilt.

Tegernseer Stimme: Haben Sie in der Kürze der Zeit, seitdem Sie von Ihren Kameraden gewählt wurden, bereits etwas bei der Feuerwehr verändert?

Thomas Wolf: Zunächst einmal haben ich das Amt nur unter der Bedingung übernommen, dass der Vorstand des Feuerwehrvereins und der erste Kommandant nicht beide Ämter gleichzeitig innehat. Die aktive Arbeit als Feuerwehrler und die Arbeit im Verein gehören getrennt. Beides für sich alleine ist mit sehr vielen Aufgaben verbunden und eine doppelte Belastung wäre auch nicht mit meiner hauptberuflichen Arbeit zu vereinbaren.

Abgesehen davon ist es mittlerweile so, dass bei einer Alarmierung nicht mehr notwendigerweise alle sechs unserer Fahrzeuge von den vier Standpunkten des Ortsgebiets ausrücken. Das ist auf jeden Fall eine Neuerung und hängt auch damit zusammen, dass wir von der Rettungsleitstelle neuerdings genauere Angaben bekommen, was passiert ist. So sparen wir letzlich Personalkosten und es entlastet jeden Einzelnen.

Tegernseer Stimme: Und was haben Sie bei der Feuerwehr noch für die Zukunft vor?

Thomas Wolf: Ich bin im Januar für die nächsten sechs Jahre gewählt worden. Ob ich im Anschluss daran wieder gewählt werde, wird sich dann zeigen. In jedem Fall haben wir bei der Kreuther Feuerwehr vor von Zeit zu Zeit neue Fahrzeuge anzuschaffen, weil einige doch schon in die Jahre gekommen sind.

Tegernseer Stimme: Wie wichtig sind in diesem Zusammenhang auch Spenden?

Thomas Wolf: Spenden sind grundsätzlich für jede gemeinnützige Organisation wichtig. Bei uns ist es darüber hinaus so, dass es zu den Pflichtaufgaben jeder Gemeinde gehört, eine Feuerwehr vor Ort zu haben.

Das ist auch mit einigen Kosten für die jeweilige Gemeinde verbunden. Jede Spende entlastet also letztlich den kommunalen Haushalt. Aber natürlich auch die Kasse unseres Feuerwehrvereins. Ohne Spenden könnten wir viele Anschaffungen, die aus der Reihe fallen, nicht stemmen.

Tegernseer Stimme: Und was geschieht mit der heutigen Spende über 5.000 Euro, die Sie vom E-Werk und der TEG erhalten haben?

Thomas Wolf: Das ist eine zweckgebundene Spende, die wir für eine Umrüstung an einem unserer Fahrzeuge verwenden. Im Führerhaus sollen Halterungen für Atemschutzgeräte angebracht werden. Bisher befinden sich diese im hinteren Teil der Fahrzeuge und können erst angezogen werden wenn wir am Einsatzort eintreffen. Dadurch haben wir eine Zeitersparnis von bis zu vier Minuten und sind beim Aussteigen sofort einsatzbereit.

Die 5.000 Euro allein reichen übrigens für die Umrüstung nicht aus. Den fehlenden Teil übernimmt dankenderweise die Gemeinde.


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