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Landgericht verschiebt Urteilsverkündung im Januar

Sponsoring-Affäre geht in die Verlängerung

Von Klaus Wiendl

Ursprünglich sollte in dem Verfahren gegen Kreidl, Bromme und Co. nach 20 Verhandlungstagen das Urteil am 30. Januar 2019 gesprochen werden. Doch nun hat die Wirtschaftskammer des Landgerichts zusätzliche Termine bis 27.März angekündigt. Derweil reduzieren sich weitere Anklagepunkte.

Jetzt geht der Prozess rund um Kreidl und Bromme in die Verlängerung / Foto: Klaus Wiendl

Zwar drohen den Hauptangeklagten Georg Bromme als Ex-Sparkassenchef und Miesbachs ehemaligem Landrat Jakob Kreidl Bewährungsstrafen. Doch etliche der insgesamt 16 Anklagepunkte reduzieren sich zusehends. So beispielsweise für Beomme der “Ladies Lunch” für die Kulmbacher 2011, im gleichen Jahr seine private Silvesterfeier und seine Jagdausflüge. Auch bei etlichen „Gelegenheitsgeschenken“ Brommes an Mitglieder des Vorstands und des Verwaltungsrats dürfte Bromme nicht belangt werden. Dies dürfte auch eine erfreuliche Nachricht für die beschuldigten Verwaltungsräte Andreas Auracher, Ex-CSU-Kreisrat Josef Bichler, Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider, Rainer Kathan, Michael Pelzer und Landrat Wolfgang Rzehak sein.

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Auf sie wartet möglicherweise ein zweites Verfahren. Zumindest hatte dies die Staatsanwaltschaft noch zu Beginn des Verfahrens angekündigt.

Die Geschenke verwahrte Bromme in dem von ihm verwalteten Werbekeller, so die Anklage. Bromme entschied, wer wann welches Geschenk erhielt. Zudem habe die Kreissparkasse die Versteuerung der geldwerten Vorteile bei den Geschenken übernommen. Ursprünglich wurden den Angeklagten und Beschuldigten Untreue und Vorteilsnahme in Höhe von 52.500 Euro vorgehalten. Ausgegeben wurde dieser Betrag für allerhand Nippes. Ob Käsebesteck, Flaschenhalter, Schreibgeräte wie Montblanc-Füllhalter, Brotzeitbrettl, Regenschirme, Manschettenknöpfe und vieles mehr.

Um 12 Termine verlängert

Doch heute kassierte die Staatsanwaltschaft die Geschenke aus den Jahren 2009 und 2012 im Gesamtwert von etwa 9.000 Euro. Bei dem Angeklagten Martin Mihalovits, seit April 2012 Brommes Nachfolger als Chef der Sparkasse, geht es um einen Betrag von 200 Euro. Nähere Angaben dazu sind der Anklage nicht zu entnehmen. Bei Ex-Vorstand Roland Böck sind es 264,84 Euro, die er an Geschenken 2009 von Bromme erhalten haben soll.

Auffallend ist, dass Staatsanwalt Jürgen Rohrmüller auch den kleinsten Betrag der Vorteilsgewährung nach oben kehrt. Dies könnte der Grund dafür sein, warum sich der Prozess um weitere zwölf Termine verlängert. Eine Begründung jedenfalls sollen die Verfahrensbeteiligten nicht erfahren haben. Sie spekulieren: „Jetzt muss auch noch der letzte Korkenzieher für das sehr teure Verfahren herhalten“.

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