Rieder Hof: Ausmaß des Brandes erschwert Ermittlungen

von Nicole Kleim

Rund eine halbe Million Euro Schaden verursachte das Feuer des in der Nacht zum Sonntag abgebrannten Bauernhofs im Holzkirchner Weiler Ried. Die Kripo Rosenheim nahm die Ermittlungen auf. Pressesprecher Stefan Sonntag erklärt, warum die Fahndung nach der Brandursache so schwierig ist.

Weil durch den Brand in der Nacht zum Sonntag der Bauernhof in Ried sehr stark zerstört wurde, wird es laut Polizei schwierig sein, die Brandursache herauszufinden.

Der Stall des Rieder Bauernhofs in Holzkirchen ist völlig verkohlt. Seit Sonntag fahndet die Kripo Rosenheim nach der Brandursache. Pressesprecher Stefan Sonntag erklärt heute auf Nachfrage, dass noch immer nicht klar sei, was den Brand ausgelöst haben könnte.

Die Spurensuche gestalte sich deshalb so schwierig, weil der Stall sehr stark zerstört worden sei. Erst gestern seien die Kollegen mit einem Gutachter des Landeskriminalamtes vor Ort gewesen. “Es wird aber schwierig sein, die Ursache herauszufinden.”

Dennoch werde man in den kommenden Tagen weitere Spuren aufnehmen, bewerten und untersuchen. “Das braucht – aufgrund der extremen Zerstörung – Zeit”, sagt Sonntag.

Ursprünglicher Artikel vom 13. März 2017 mit der Überschrift: „Stall verkohlt“

Das Feuer brach gestern Nacht im Stall neben dem Wohnhaus eines Bauernhofs im Holzkirchner Weiler Ried aus. Es gab keine Verletzten, die Feuerwehr hielt die ganze Nacht Brandwache.

Nichts als Schutt und Asche: Nach dem Großbrand auf einem Bauernhof in Ried ist vom Stall nichts mehr übrig.

Gegen 4.20 Uhr in der Nacht zum Sonntag geht der Notruf bei der Einsatzzentrale ein. Ein Feuer sei im Stall eines Bauernhofs im Holzkirchner Ortsteil Ried ausgebrochen. Gegen 15:30 Uhr löschen die Feuerwehren aus der Umgebung noch immer die Flammen. Die verkohlten Teile, die von dem Stall übrig geblieben sind, rauchen in der Nachmittagssonne, ein Teil des Wohngebäudes ebenfalls.

Hubert Schmid, Kommandant der Feuerwehr Hartpenning, kann dennoch Entwarnung geben. Die ungefähr fünf Bewohner hätten sich selbst in Sicherheit bringen können, die 50 Rinder aus der Stallung habe man vor den Flammen gerettet. 220 Feuerwehrler seien im Einsatz gewesen, so Schmid. Darunter Feuerwehren aus dem Landkreis Bad Tölz und Sachsenkam. Eine Brandwache musste bis in die Nacht gestellt werden.

Feuerwehr-Kommandant Hubert Schmid während des Einsatzes am Nachmittag.

Um die Wasserversorgung zu sichern und den Brandschutt abzutragen, wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Der Sachschaden beläuft sich auf ungefähr eine halbe Million Euro. Die Brandursache ist noch immer unklar. Andreas Guske, Pressesprecher der Kripo Rosenheim, sagt auf Nachfrage: „Heute übernimmt das Fachkommissariat der Kripo. Mit verstärkten Kräften suchen die Kollegen nach der Brandursache.“

Brand Piesenkam


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