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Steinbruch Glashütte: Landratsamt fordert weitere Schutzmaßnahmen

Stillstand soll bald ein Ende haben

Von Christopher Horn

Seit Sommer 2011 steht der Steinbruch im Kreuther Ortsteil Glashütte nun schon still. Und das, obwohl sich der Bayerische Landtag eigentlich gegen die Schließung ausgesprochen hatte. Doch das Landratsamt stimmte bislang einer Wiederaufnahme des Betriebes noch nicht zu.

Nun kommt Bewegung in die Sache. In den nächsten Tagen sollen im Rahmen eines Vor-Ort-Termins letzte Details besprochen werden.

Seit Sommer 2011 passiert auf dem Steinbruch im Kreuther Ortsteil Glashütte nichts
Seit zwei Jahren stehen die Arbeiten im Steinbruch Glashütte still

Im Dezember 2012 zeigte sich Stefan Pratsch, Betriebsleiter der Staatsforsten, erleichtert: „Ich bin froh, dass man eingesehen hat, dass wir diejenigen waren die sich kompromissbereit gezeigt haben.“ Da hatte sich der Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages gerade gegen eine Schließung des Steinbruchs in Kreuth-Glashütte ausgesprochen.

Petition gegen Steinbruch scheitert

Glashütter Anwohner hatten vergeblich um die Schließung des Betriebs gekämpft. Mittels einer Petition forderten sie den Bayerischen Landtag zur Stilllegung des Steinbruchs auf. Vor allem der immer weiter zunehmende Schwerlastverkehr war den Bewohnern damals ein Dorn im Auge. Am Ende ließ sich der Landtag von einem Kompromissvorschlag der Staatsforsten überzeugen.

Die Fördermenge wird auf jährlich 3.000 Kubikmeter Stein und Geröll reduziert und der Steinbruch überdies nur noch an 20 Tagen im Jahr genutzt. Zudem würden die Arbeiten auf 7 bis 18 Uhr sowie 25 Lkw-Fahrten pro Tag beschränkt. Diesen Vorschlag akzeptierte der Petitionsausschuss mit Einschränkungen.

Noch immer keine Betriebsgenehmigung

Eigentlich hätte der Betrieb danach also zeitnah weitergehen können. Doch passiert ist nichts. Seit Sommer 2011 stehen die Arbeiten im Steinbruch still. Der Grund ist die noch immer fehlende Genehmigung des Landratsamtes. Vor allem der Natur- und Artenschutz verhindert derzeit noch die Inbetriebnahme.

„Der Ball liegt momentan bei den Staatsforsten, das vorgelegte Ausgleichskonzept erfordert einige Nachbesserungen“, so Martin Pemler vom Landratsamt Miesbach. Je schneller die Staatsforsten die Nachbesserungen einarbeiten, desto zügiger kann es dort wieder losgehen. Und die Zeit drängt, vor allem die Wasserbausteine werden in den Gemeinden dringend benötigt.

Das Landratsamt will, dass Ausgleichsflächen für den Naturschutz entstehen
Das Landratsamt will, dass Ausgleichsflächen für den Naturschutz entstehen

Durch das Hochwasser im Juni sind viele Wege stark beschädigt und bedürfen einer Sanierung. Hierfür wird auch Gesteinsmaterial aus dem Steinbruch benötigt. Das stünde im Steinbruch zum Abtransport bereit, darf aber nicht bewegt werden. Und das wird sich, solange die Fragen rund um den Naturschutz nicht geklärt sind, auch nicht ändern.

Vor-Ort-Termin soll Klarheit bringen

In wenigen Tagen soll es dazu nun ein Vor-Ort-Gespräch mit allen Verantwortlichen geben, wie Pemler bestätigt. Dann wird es darum gehen, welche Ausgleichsmaßnahmen noch zu treffen sind. Als solche komme zum Beispiel das Pflanzen eines Schutzwaldes infrage, so Forstbetriebsleiter Stefan Pratsch auf Nachfrage. Ob das den Behörden ausreicht, wird gemeinsam vor Ort erörtert.

Steht das endgültige Konzept, soll es dann auch noch mal ein Treffen mit Vertretern der Gemeinde Kreuth geben, wie Pemler erklärt: „Ich denke, so in sechs Wochen werden wir uns gemeinsam mit dem Kreuther Bürgermeister nochmals am Steinbruch besprechen.“ Sind dann alle Fragen geklärt, steht einer Inbetriebnahme des Steinbruchs nichts mehr im Weg.

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