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Vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart

Streifzug durch 100 Jahre Weyarn

Von Robin Schenkewitz

In den vergangenen 100 Jahren hat sich in der beschaulichen Gemeinde Weyarn einiges getan. Zusammen mit dem Heimatforscher Sepp Hatzl kann man am Donnerstag in die bewegte Geschichte des Ortes eintauchen.

Dank Bild- und Tonaufnahmen fühlt man sich dabei in die Zeit von Flugzeugabstürzen und Reichsautobahnen versetzt.

Ein amerikanischer panzer führt den Belastungstest für die neue Autobahnbrücke über das Mühltal im Jahr 1959 durch.
Ein amerikanischer Panzer führt den Belastungstest für die neue Autobahnbrücke über das Mühltal durch.

Vor knapp 100 Jahren brach in Europa eine der schlimmsten Episoden der Geschichte an. Die zwei Weltkriege zerstörten einen Großteil des Kontinents und ließen eine von Kriegsgräuel traumatisierte Menschheit zurück. Die Auswirkungen dieser Zeit waren natürlich auch in der Gemeinde Weyarn zu spüren.

Von Flugzeugabstürzen und Reichsautobahnen

Heimatforscher Sepp Hatzl nimmt das 100-jährige Jubiläum des Kriegsbeginns zum Anlass für einen Streifzug durch die verzweigte Gemeindegeschichte. Der Geschichtssammler aus Bruck hat sich dafür zusammen mit einem Arbeitskreis in mühevoller Kleinarbeit auf die Spur der historischen Ereignisse begeben. „Das ist das Ergebnis von 20 Jahren Arbeit“, erklärt Hatzl stolz.

Besonders interessant waren für ihn die zahlreichen Bild und Tonaufnahmen, die er bei seiner Suche ausfindig machen konnte. „Die sind so niemanden mehr bekannt“, weiß der Heimatforscher. Als Beispiel nennt Hatzl eine Dokumentation über den Bau der Mangfallbrücke aus dem Jahr 1934.

Dank diesen „Zeitzeugen“ können sich Interessierte hautnah in die damaligen Ereignisse hineinversetzen. Neben den Kriegen geht es in Hatzls Spurensuche auch um die regionelen Folgen der Wirtschaftskrise 1920, den Abbruch des Wattersdorfer Schlosses, den Bau von Mangfallbrücke und Reichsautobahn sowie Flugzeugabstürze und Dorferneuerungen.

„Positive Resonanz“

Hatzl findet, dass der Vortrag gerade aus heutige Sicht noch sehr spannend ist. Die Resonanz sei bisher jedenfalls durchweg positiv. „Ich habe so einen ähnlichen Vortrag schon einmal in Darching gehalten. Und da waren über 100 Leute da“, berichtet Hatzl. Auf eine ähnliche Zahl an Besuchern hofft er natürlich auch in Weyarn.

Wer mit auf diesen historischen Streifzug gehen will, den lädt der „Förderverein Kultur und Geschichte in Weyarn e.V.“ am kommenden Donnerstag in den Sitzungssaal des Weyarner Rathauses ein. Der Eintritt ist frei, die Platzauswahl allerdings begrenzt.

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