Streitthema Strompreis: Gemeinderäte beschweren sich über E-Werk

Von Tobias

Ergänzung vom 30. März / 10:29 Uhr
Das Thema „Strompreise des E-Werks“ hat auch in einem anderen Artikel zu Diskussionen geführt. Und zu diesem Artikel bzw. zu einem dortigen Leserkommentar (Thomas) hat uns nun Dr. Norbert Kruschwitz, der Leiter des E-Werks eine Stellungnahme geschickt, die wir gerne so veröffentlichen. Herr Kruschwitz erklärt darin unter anderem, wie aus seiner Sicht die negative Wahrnehmung der Preisgestaltug des E-Werks in der Öffentlichkeit zustandekommt:

Brief des E-Werks Tegernsee

Der Strompreis war Streitthema

Ursprünglicher Artikel vom 31. Januar:
Eine nette Geste sollte es sein. Peter Janssen wollte zusammen mit dem E-Werk Tegernsee, der Tegernseer Erdgas-Versorgung GmbH und der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee als Sponsoren alle 5 Gemeinden mit Fitnessgeräten ausstatten. Und bisher ging auch alles gut: Eine Gemeinde nach der anderen entschied sich für das Aufstellen, dankte artig dem Sponsor und begab sich auf die Suche nach einen geeigneten Platz auf Gemeindegrund, wo man die Gabe im Wert von 17.000 Euro den Bürgern und Gästen zur Verfügung stellen könnte.

Doch genau das wollte man in Rottach-Egern nicht tun. Nicht artig Ja und Amen sagen und schon gar nicht die Fitnessgeräte irgendwo aufstellen, nur damit sie stehen.
„Ohne Konzept und ohne Sinn sei die Aktion.“ Und das war noch der mildeste Vorwurf in einer kurzen Diskussion. In dieser entschied sich der Gemeinderat einstimmig das Angebot nicht annehmen zu wollen. Und zwar ohne das man überhaupt in die Standortfrage überhaupt einsteigen konnte:

Jakob Appoltshauser (SPD): Ich bin grundsätzlich dagegen. Und zwar aus dem Grund: Die vom E-Werk sollten lieber den Strompreis heruntersetzen, als das sie das spendieren. Im Internet habe ich mir die Preise angeschaut. Und da steht das E-Werk mit seinem Preis an 106. Stelle. Da wäre es gescheiter sie würden die Summe an die Bevölkerung weitergeben.

Die übrigen Gemeinderatsmitglieder reagierten mit Zustimmung. Und Anastasia Stadler (CSU) ergänzte:

Also ich bin ganz der Meinung. Vor allem wenn ich sehe, dass das E-Werk erst im letzten Jahr eine Preiserhöhung durchgeführt hat und dann auf der anderen Seite in diesem Jahr 5 Gemeinden mit jeweils 17.000 Euro sponsern möchte. Das passt doch nicht zusammen.

Dass die Kritik und die eventuell eingesparten 17.000 Euro auf die Preispolitik des E-Werks keinen Einfluss haben werden, war jedoch allen klar. Insofern dürfte die Diskussion eher kosmetischen Charakter gehabt haben.


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