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Studie belegt: Wiesseer Ortskern benötigt Sanierung

Von Martin

Eine von der Gemeinde Bad Wiessee in Auftrag gegebene Untersuchung, die Städteplaner Eberhard von Angerer für das 68,6 Hektar große Gebiet „Ortskerns mit Kurviertel“ durchgeführt hat, kommt zu dem Schluss: Es muss dringend etwas getan werden.

Aus dem Grund möchte die Gemeinde in ein mehrere Millionen schweres Städtebauförderprogramm des Bundes aufgenommen werden. Ziel ist es den Gemeindehaushalt bei den anstehenden Investitionen zu entlasten.

Dabei ist die Mängelliste von Angerers lang. Trotz oder gerade deswegen ist der Städteplaner auch überzeugt: “Die Chancen stehen derzeit recht gut Fördermittel zu erhalten.”

Untersuchungsgebiet Ortskern mit Kurviertel klein
Das untersuchte Gebiet umfasst eine knapp 70 ha große Fläche. Inklusive Rathaus, Seepromenade, Jodschwefelbad-Areal und große Teile der nördlichen Hauptstraße.

Ein Arbeitskreis aus Politikern und Vertretern verschiedener Branchen stellte gemeinsam mit von Angerer verschiedenste “Problemlagen” des Wiesseer Ortkerns fest. Daraus soll nun ein städtebauliches Entwicklungskonzept erarbeitet werden.

Höhere Gewerbesteuereinnahmen durch Millionen-Investitionen

Die Gemeinderäte stimmten darin überein, dass der Ortskern attraktiver gestaltet werden muss. Für eine florierende Wirtschaft sei das dringend nötig, so der Tenor aus der letzten Gemeinderatssitzung. Eine attraktive Ortsmitte soll neue Urlauber und Touristen anlocken. Dies wiederum, so die Hoffnung, würde zu höheren Gewerbesteuereinnahmen führen.

Dringenden Nachholbedarf gibt es laut den Untersuchungen nicht nur bei den Brachflächen rund um das Jodschwefelbad und dem ehemaligen Spielbankgelände. Auch bei der Seepromenade muss nachgebessert werden. Selbst die Gestaltung des nördlichen Ortseingang ist verbesserungswürdig.

Investieren sollten aber auch viele Gewerbetreibende aus dem Einzelhandel und der Tourismusbranche. Die Gebäude und Ladenflächen sind veraltet. Oftmals fehlt hier das nötige Geld, um teuere Baumaßnahmen und dringende Sanierungen durchzuführen. Das Förderprogamm könnte dabei Abhilfe schaffen.

Bürgerversammlung im November. Kauf des Jodschwefelbad-Areals ist ebenfalls Thema.

Der große Vorteil des sogenannten Zentrenprogramms ist, dass es keine Nachteile gibt, so das Fazit von Angerers. „Wenn bauliche Veränderungen beispielsweise an Ferienwohnungen vorgenommen werden und diese dem städtebaulichen Sanierungsziel folgen, kann das fast komplett steuerlich abgeschrieben werden.”

Alleine von 2008 bis 2010 hat der Bund Finanzhilfen in Höhe von rund 160 Millionen Euro für die Förderung der Innenentwicklung zur Verfügung gestellt. Damit wurden bundesweit 309 Maßnahmen in 280 Städten und Gemeinden gefördert. Im Jahr 2011 stehen weitere 90 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung.

Die geplanten Maßnahmen der Gemeinde Bad Wiessee und der Stand der Untersuchungen des Arbeitskreises werden in einer für November geplanten Bürgerversammlung bekanntgegeben.

Bürgermeister Peter Höß wird dort auch über die neueste Entwicklung des Bad-Areals und die Kaufabsichten der Gemeinde Stellung nehmen.


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