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Herzogin plant Zukunft für ehemaligen Standort der Hanns-Seidel-Stiftung

Tagungshotel für Wildbad Kreuth?

Die Hanns-Seidel-Stiftung trennt sich ab März von ihrem bisherigen Standort in Wildbad Kreuth. Das hat der Vorstand heute entschieden. Doch der Eigentümerin Herzogin Helene in Bayern ist um die Zukunft ihres Besitzes nicht bange: Sie will jetzt ein Tagungshotel in Wildbad Kreuth unterbringen.

Herzogin Helene in Bayern könnte sich in Wildbad Kreuth ein Tagungshotel vorstellen.
Herzogin Helene in Bayern könnte sich in Wildbad Kreuth ein Tagungshotel vorstellen. Quelle: teresaohneh.wordpress.com

Heute Nachmittag hat der Vorstand der Hanns-Seidel-Stiftung entschieden, dass man den bis zum März 2016 laufenden Mietvertrag mit dem Haus Wittelsbach nicht mehr verlängern wird. Damit reagiert man auf die gestiegenen Mietforderungen seitens der Eigentümerin.

Die Darstellung des Rechtsanwalts der Herzogin Helene in Bayern, Christian Nunn, zur Beendigung des Mietverhältnisses klingt etwas differenzierter. Zum einen habe der Mietvertrag aus dem Jahr 1974 nicht mehr der aktuellen Situation entsprochen, zum anderen habe über der HSS schon länger das Damoklesschwert der Auslastungsquote geschwebt.

„Sanierungsstau Schuld der HSS“

Seiner Meinung nach war die Belegung der 11.000 Quadratmeter großen Bildungsstätte rückläufig. Letztlich sei aber ein neuer Mietvertrag ab 2016 an dem Rückstau der Instandhaltung durch die HSS gescheitert. Die CSU-nahe Bildungseinrichtung hätte viel Geld für notwendige Sanierungen und Reparaturen in die Hand nehmen müssen, wie sie der Mietvertrag vorsah. Zu Mietbeginn 1974 sei das Objekt auf Kosten der Vermieter saniert worden. Der Mietvertrag wurde zunächst für 30 Jahre abgeschlossen und ist dann nochmals um zehn Jahre verlängert worden.

Nunn: „Die weitere Instandsetzung und Instandhaltung oblag und dem Mieter. Die Instandsetzungspflichten, die die Hanns-Seidel-Stiftung in dem bestehenden Mietvertrag übernommen hat, wurden noch nicht vollständig erfüllt“, verdeutlichte Christian Nunn im April, „es gibt einen gewissen Rückstau, das ist nicht zu verhehlen. Aber dafür ist die HSS verantwortlich.“

Es sei auch vorgesehen gewesen, „dass die Eigentümerin weitergehende Instandsetzungspflichten übernimmt, als dies im bisherigen Mietvertrag der Fall war.“ Der künftige Mietzins hätte sich danach orientiert, welche weiteren Verpflichtungen bei der Instandhaltung und Instandsetzung Mieter und Vermieter übernommen hätten. Entsprechend wäre die Miete gestiegen. Die bisherigen Konditionen waren damit nicht mehr haltbar.

Kann die CSU doch in Wildbad Kreuth bleiben?

Doch Nunn ist um die Zukunft von Wildbad Kreuth nicht bange. „Etliche Interessenten haben sich schon gemeldet“, so Nunn, „man ist auch mit der Gemeinde über die künftige Nutzung bereits im Gespräch.“

Die Herzogin bestätigte der Tegernseer Stimme, dass sie als Vermieterin der Gebäudetrakte auch wieder an ein Sanatorium denke, was es früher einmal war, oder an ein Tagungshotel. Nunn meinte zum Tagungshotel: „Da könnte dann die CSU wieder ihre Klausurtagungen abhalten.“


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