Corona und steigende Benzinkosten:
Taxiunternehmen schlagen Alarm

von Simon Haslauer

Stolze 2,229 Euro kostet der Liter Diesel. Das stellt viele Autofahrer vor Probleme. Besonders Taxiunternehmer leiden an den Rekordpreisen. Jetzt wird Alarm geschlagen.

Wie geht es den Taxifahrern im Landkreis? / Archivbild

Wenn man von Rekordspritpreisen spricht, bedeutet das meist nichts Gutes. Besonders Unternehmen, die im Alltag viel mit Autos unterwegs sind, werden von den aktuell extrem hohen Treibstoffkosten hart getroffen. So zum Beispiel das Wiesseer Taxiunternehmen „Taxi Company“. Der Geschäftsführer, Dietmar Spitz, weiß:

Die Taxiunternehmen in ganz Deutschland leiden unter den stark gestiegenen Treibstoffkosten.

Zwei Jahre Pandemie waren auch keine angenehme Fahrt. Spitz erklärt: „In den letzten zwei Jahren hatten wir schon durch Corona sehr starke Einbußen. Teilweise brach das Geschäft zwischen zirka 60 bis 80 Prozent ein.“ Mittlerweile, so Spitz, erholen sich die Fahrgastzahlen wieder – „jedoch noch nicht so wie vor Corona“. Auch seien die Gesamtkosten laut Spitz gestiegen. „Wie zum Beispiel AdBlue zum Teil um 150 Prozent und auch die Werkstattkosten, Versicherungen und Fahrzeuganschaffung.“ Dadurch sei die Gewinnmarge mittlerweile fast aufgezehrt.

Taxiunternehmen hoffen auf neuen Tarif

Bereits Anfang März, noch vor Kriegsausbruch, beantragten die Taxiunternehmen des Landkreises einen neuen Tarif – nicht aufgrund Russlands Invasion, sondern weil der Mindestlohn im Oktober angehoben wird – von den aktuellen 9,82 Euro auf 12 Euro. „Daraus ergeben sich Personalkosten von 60 bis 65 Prozent der Gesamtkosten“, sagt der Unternehmer. Exorbitante Treibstoffkosten und Inflation seien dabei noch gar nicht eingerechnet.

Deshalb ist nun Eile geboten. „Hier zählt wirklich jeder Monat. Ansonsten werden die Probleme noch viel größer“, betont Spitz und appelliert an den Landkreis:

Alle Taxiunternehmen hoffen, dass unser Antrag auf einen neuen Taxitarif schnellstmöglich vom Landkreis Miesbach und deren Vertreter umgesetzt wird.

Denn bereits jetzt zeichnet sich eine mehr als unglückliche Entwicklung ab: „In den großen Städten geben immer mehr Taxiunternehmen (im zweistelligen Prozentbereich) auf und bei uns wird dies etwas zeitversetzt auch passieren, wenn der Landkreis nicht schnell unseren Antrag umsetzt“, warnt der Unternehmer.


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