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Tegernsee will künftige Verkehrsprobleme lösen

Auf der Lauer nach Stellplätzen

Der Pachtvertrag für den Zentralparkplatz in Tegernsee läuft 2025 aus. Über 120 Stellplätze fallen dann weg. Alternativen wurden jüngst in einer Klausurtagung diskutiert. Und für die favorisierte Lösung gibt’s schon eine Warteliste.

Der Zentralparkplatz in Tegernsee könnte bald komplett wegfallen.
Der Zentralparkplatz in Tegernsee wird in absehbarer Zeit komplett wegfallen.

Wie berichtet, läuft der Pachtvertrag mit der Rosemarie Neussen KG, der Besitzerin der Fläche für den Zentralparkplatz, im Jahr 2025 aus. Der Tegernseer Stadtrat hat sich jüngst Gedanken um neue Parkmöglichkeiten gemacht und das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten in der letzten Klausurtagung diskutiert.

„Meine Versuche, den Vertrag zu verlängern, sind gescheitert“, das erklärte Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn gegenüber dem Merkur. Noch bestehe zwar eine Chance, den Vertrag in letzter Minute zu verlängern, aber diese Option wollen sich die Eigentümer wohl offen halten.

Zweite Klausur nötig

Überlegungen für Alternativen gibt es dabei schon lange. Zum einen die Erweiterung der Tiefgarage unter der Kreissparkasse sowie eine Parkgarage auf dem Horn-Anwesen. Für Letztere existiert bereits der Entwurf eines Bebauungsplans. Das Vorhaben ruht aber in den Schubladen, obwohl dafür bereits viel Geld ausgegeben wurde: 75.000 Euro für Architektenhonorare, 58.000 Euro für den Abbruch des Horn-Anwesens, 25.000 Euro für Baugrund-Untersuchungen sowie 13.000 Euro für eine Bedarfsanalyse.

Das von der Stadt in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten sollte folgende Fragen klären: Wie frequentiert sind die Parkplätze im Zentrum und an den Wanderstrecken, und gibt’s nur an schönen Sonntagen Probleme oder auch an beliebigen Werktagen?

Noch gebe es allerdings keine Ergebnisse, so Hagn weiter. Zunächst einmal seien alle Standpunkte erörtert und diskutiert worden. Im März oder April soll dann eine zweite Klausur stattfinden. Dann erst will man mit den Ergebnissen an die Öffentlichkeit. Vor allem die Anwohner will der Tegernseer Rathauschef in die Verkehrsanalyse mit einbeziehen.

Die Tiefgarage unter der Sparkasse in Tegernsee.
Eine Erweiterung der Tiefgarage unter der Sparkasse ist im Gespräch.

Angesichts des hohen Verkehrsaufkommens käme auch ein Park-Leit-System in Frage, sogenannte „Hotspots“, also Lizenzbereiche, in denen die Fahrzeuge nur mit Parkausweisen abgestellt werden können. Auch die Wanderparkplätze müssten in die Überlegungen mit einbezogen werden. Diese seien nur zum Teil bewirtschaftet, wie beispielsweise der Parkplatz unterhalb der Neureuth. Wohingegen am Riederstein-Parkplatz keine Gebühr erhoben werde. Hier bräuchte man eventuell eine einheitliche Lösung, stellt Hagn klar.

Er selbst favorisiert Tiefgaragen als einzig wahre Alternative. Und so hofft der Bürgermeister, dass irgendwann zwischen Bräustüberl und Rosenstraße kein parkendes Auto mehr zu sehen ist. Doch bis dahin dürfte es ein weiter Weg sein.


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