Schifffahrtsstege werden erneuert

Neue Stahlpiloten für Wiesseer Steg

Von Martin

Ergänzung vom 29. März / 10:27 Uhr
Seit letzter Woche laufen die Bauarbeiten an der Wiesseer Seepromenade. Und die österreichische Spezialfirma, die derzeit die großen Stahlpiloten für den Anlegesteg setzt, ist im Zeitplan.

Das sagt Andreas Vogt von der Wiesseer Wasserwacht, die die Bauarbeiten vor Ort unterstützt. „Für die derzeitige Arbeit braucht es spezielle Gerätschaften. Den Hauptteil machen also die Spezialisten aus Österreich. Aber wir liegen insgesamt gut in der Zeit und hoffen, dass wir bis Ostern hier alles fertig haben.“

Im Vordergrund die alten Piloten, die zuerst aus dem Wasser gehievt werden mussten.

Eigentlich hätten die Bauarbeiten am Seesteg in Bad Wiessee schon vor fünf Wochen beginnen sollen. Doch der zugefrorene Tegernsee hat den Plänen der Tegernseer Seenschifffahrt und Betriebsleiter Lorenz Höß einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nun ist aber alles am Laufen und Lorenz Höß erläutert die Schwierigkeiten bei den aktuellen Arbeiten folgendermaßen: „Alles muss vom Wasser aus gemacht werden. Die Herausforderung ist es, dass die Pfähle punktgenau gerammt werden müssen.“

Seeglas bis Ende April nicht in Betrieb

Ab Ostern beginnt die Schifffahrt mit den großen Rundfahrten. Bereits vor knapp zwei Wochen fiel der Startschuss in die neue Saison. „Seit Samstag sind wir mit der kleinen Runde wieder auf dem Tegernsee unterwegs.“

In jedem Fall ohne den Seesteg in Gmund-Seeglas. Dieser ist im November abmontiert worden und soll erst bis zum Sommerfahrplan Ende April neu errichtet werden. Beide Maßnahmen zusammen kalkuliert Höß auf rund 160.000 Euro.

Ursprünglicher Artikel vom 27. September 2011 mit der Überschrift: „Tegernseer Schifffahrt bekommt neue Stege“

Fünf Schiffe umfasst die Flotte der Tegernseer Schifffahrt, deren elf Kapitäne im letzten Jahr über 170.000 Gäste zu den vielen Anlegeplätzen rund um den See transportierten.

Alleine in den Sommermonaten fahren etwa 30.000 Passagiere mit der Tegernseer Schifffahrt. Pro Monat.

Damit das auch so bleibt und das Einsteigen für die Fahrgäste angenehmer wird, hat die Stadt Tegernsee nun über einen Antrag für neue und größere Schwimmstege beraten.

Acht Millionen Investitionen für die Zukunft

Bereits in den vergangenen Jahren gab es laut Lorenz Höß, dem Betriebsleiter der Tegernseer Schifffahrts GmbH, einige Großinvestitionen, um für die Zukunft gerüstet zu sein: „Neu sind ein Verwaltungsgebäude, eine Werftanlage und ein Schwimmdock, die unterhalb des „Point“-Parkplatzes in Tegernsee entstanden sind und 2009 eingeweiht wurden“, freut sich Höß noch heute.

Getragen werden diese Summen übrigens nicht vom Staat Bayern, sondern von den Fahrgeldern der vielen Passagiere. „Seit der Teilprivatisierung der Staatlichen Seen-Schifffahrt im Jahr 1997 muss die GmbH zwar die möglichen Verluste abfangen, kann aber die Gewinne für Investitionen nutzen“, verrät Höß.

Und nun soll es weitergehen mit dem Wachstumskurs am Tegernsee. Die beiden bisherigen Stege in Gmund und Bad Wiessee sollen durch neue und deutlich größere Schwimmstege ersetzt werden.

Neue Stege in Seeglas und Wiessee Ortsmitte

„Der Aufbau wird nach dem Muster wie vor dem Rathaus entstehen. Die Konzeption hat sich ja bewährt,“ so die kurze Erklärung von Tegernsees Bürgermeister Peter Janssen in der gestrigen Bauausschuss-Sitzung.

Die neuen Stege sollen zwar in Seeglas und in Bad Wiessee Ortsmitte platziert werden. Doch die Stadt Tegernsee, als sogenannter Hochheitsträger des Sees, muss über die „bebauten“ Flächen entscheiden. Egal ob das Ufer davor zu Gmund, Bad Wiessee oder Rottach-Egern gehört.

So ganz ohne die Gemeinden geht es dann aber auch nicht. Und so machte Janssen klar, dass Gmund und Bad Wiessee ihre prinzipielle Zustimmung bereits gegeben haben. Denn gerade in Bad Wiessee birgt die Neukonstruktion eine gewisse „Brisanz“.

In Bad Wiessee ist die bisherige Lösung optimierungsbedürftig.

Bisher ist an der Anlegestelle Ortsmitte nur ein Steg vorhanden, an dem große wie auch kleine Schiffe festmachen. Die kleinen sind dabei gezwungen in einen relativ engen Bereich zwischen Bootsverleih Grieblinger und dem eigentlich Steg reinzumanövrieren. Die großen Schiffe dagegen werden frontal gesetzt.

Die Gesamtsituation ist nicht nur sehr eng, sondern auch wegen den Hobbybootsfahrern, nicht ungefährlich. Und so wird die Gesamtlösung etwas weiter versetzt vom Bootsverleih. Was das ganze enzerrt und somit auch entschärft.

Ganz zum Wohlwollen von Josef Grieblinger, der sich – auch im Namen seiner Gäste – persönlich für die angedachte Lösung bedankte.


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