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10b des Gymnasiums besucht "Eine Welt-Zukunftstage" in Berlin

Tegernseer Schüler blicken in die Zukunft

Von Amelie Hagleitner

Eine Welt – unsere Verantwortung: Unter diesem Motto besuchte die 10b des Gymnasium Tegernsees die Zukunftstage rund um das Thema Entwicklungspolitik in Berlin.

Gemeinsam mit Ihren Lehrern Andreas Huber und Alexandra Stumbaum konnten sie hautnah die Übergabe der Zukunftscharta von Dr. Gerd Müller an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel erleben.

Die 10b des Gymnasiums Tegernsee freute sich sehr  über die Einladung zu den Zukunftstagen. Dort erfuhren sie noch mehr über das Thema Entwicklungspolitik.
Die 10b des Gymnasiums Tegernsee freute sich sehr über die Einladung zu den Zukunftstagen rund um das Thema Entwicklungspolitik.

Das Gymnasium Tegernsee liegt nur wenige Meter entfernt von der Unterkunft der Tegernseer Asylbewerber. So erleben die Schüler die Lage der Flüchtlinge täglich hautnah. Unlängst haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, sie in ihrem Alltag zu unterstützen. Auch im Unterricht sprechen sie über Inhalte, die die aktuelle Flüchtlingslage betreffen.

So beschäftigte sich die Klasse 10 b im Geographieunterricht mit den unterschiedlichen Schwerpunkten der Entwicklungspolitik. „Die Schüler waren sehr interessiert“, so Stumbaum. Im Zuge dessen entschloss sich die Geographielehrerin eine Mail an die Veranstalter der „Eine Welt Zukunftstage“, zu senden. Umgehend folgte die Einladung zu der Veranstaltung vom 23. bis zum 25. November.

Schüler erfahren mehr über Flüchtlingslage

Die Freude war groß: Dies lag einerseits daran, dass die Schüler die Möglichkeit erhielten Berlin zu erkunden. Zum anderen konnten die Jugendlichen hautnah erleben, was Entwicklungspolitik konkret ausmacht. Als Highlight durften sie dann noch die Bundeskanzlerin Angela Merkel „live“ erleben.

Bevor die Schüler jedoch ihre Reise zum Wannsee antraten, setzten sie sich intensiv mit der aktuellen Flüchtlingslage auseinander. Die Jugendlichen behandelten nicht nur die üblichen Entwicklungsländer oder Themen wie die Textilproduktion in Bangladesh. „Die Schüler blickten über den Tellerrand hinaus“, findet Stumbaum. Sie behandelten die aktuelle Lage in Syrien und die Ausgangslage der Flüchtlinge. Laut Stumbaum war dies äußert wichtig:

Zuvor war den Schülern gar nicht richtig bewusst, warum es in Regionen wie in Syrien so brennt, und weshalb viele gezwungen sind zu flüchten.

Im Unterricht erfuhren die Schüler mehr darüber, wie die Flüchtlinge in ihrer Heimat behandelt werden und mit welchen Problemen sie konfrontiert sind. Zudem setzten sich die Klasse kritisch mit der Entwicklungspolitik an sich auseinander.

Die Jugendlichen stellten sich vor verschiedene Fragen: was wird bereits getan, was gibt es noch zu tun? Was kann ich selbst verändern? Somit waren die Schüler perfekt auf die tiefgehenden politischen Diskussionen vorbereitet, die sie bei den Zukunftstagen erwarteten.

Von Tegernsee zum Wannsee: Gymnasiasten erleben Politik hautnah

Im Laufe der Veranstaltung, diskutierten verschiedene Kabinettsmitglieder mit dem Gastgeber und weiteren prominenten Gästen über die derzeitige und zukünftige Entwicklungspolitik. Die Diskussionen boten den Schülern ein einzigartige Möglichkeit, sich über die Ausgangslage der Flüchtlinge zu informieren und Lösungsmöglichkeiten zu erkennen.

Die Übergabe der Zukunftscharta an Dr. Angela Merkel war der Höhepunkt des Abends. Die knapp 60 Seiten starke Charta mit dem Titel „EINEWELT – unsere Verantwortung“ gibt Empfehlungen für nachhaltiges Handeln in verschiedensten Lebensbereichen – ob in der Politik, der Wirtschaft oder im Alltag jedes Einzelnen. Die enthaltenen Themen sollen in die neue internationale Agenda für nachhaltige Entwicklung einfließen.

Laut Stumbaum wurden im Lauf der Zukunftstage besonders zwei Dinge deutlich: Zum einen gelte es den Aufenthalt der hiesigen Flüchtlinge angenehm zu gestalten. Doch nicht nur hier müsse gehandelt werden: Das Problem müsse vor Ort, in den Entwicklungsländern selbst, gelöst werden. Die Leute sollen gar nicht erst gezwungen sein zu fliehen. Dieses „Fazit“ durften die Schüler von Wannsee mit nach Hause an den Tegernsee nehmen.

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