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Tegernseer-Tal-Triathlon 2011: Schienenersatzverkehr bei der BOB

Von Steffen Greschner

Ergänzung vom 30. Juni / 09:28 Uhr
Am Sonntag, den 10. Juli findet der Tegernseer Tal Triathlon statt. Um jeweils 08:50 Uhr bzw. 09:50 geht der Start der beiden Gruppen über die Bühne.

Damit sichere Sportveranstaltungen gewährleistet werden und der sportliche Ablauf nicht durch geschlossene Schranken gestört wird, wird die BOB einen Schienenersatzverkehr einrichten und folgende Züge durch Busse ersetzen:

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Ab Tegernsee Richtung Gmund: Der Zug um 9:57 Uhr wird jeweils durch einen Bus um zur selben Uhrzeit ersetzt.

Ab Gmund Richtung Tegernsee: Die Züge um 10:05 und 10:29 Uhr werden jeweils durch einen Bus zur selben Uhrzeit ersetzt.

Zwischen München Hauptbahnhof und Gmund verkehren die Züge im regulären Fahrplan. An allen Stationen befindet sich die Haltestelle für den Bus direkt am Bahnhof.

 

Ursprünglicher Artikel vom 21. Juni:

Georg Ruck kümmert sich bei den Sportfreunden Gmund um den Triathlon

Der Tegernseer Tal Triathlon findet dieses Jahr bereits zum 15. Mal statt. Am 10. Juli erwarten die Veranstalter bis zu 800 Teilnehmer, die sich entweder auf der Sprintstrecke oder der doppelt so langen Olympischen Distanz über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen abquälen.

Im letzten Jahr wurden in Gmund noch die “Internationalen Bayrischen Meisterschaften” ausgetragen. Im damaligen Interview hatte uns Georg Ruck, Spartenleiter für Triathlon bei den Sportfreunden Gmund, noch ausführlich erläutert wie das klappt gleichzeitig bayrisch und international:

Es wird so gehandhabt, dass jeder der einen Startpass eines Länderverbandes hat, an der internationalen bayrischen Meisterschaft teilnehmen kann. Das können also auch Österreicher oder Italiener oder sonstwer sein.

Das heißt dann also, dass ein Italiener zum Schluß internationaler bayrischer Meister werden kann. Klingt zwar blöd, ist aber so.

 

 

Den ganzen Aufwand, den so eine Meisterschaft mit sich bringt, müssen die Veranstalter und die Sportler in diesem Jahr aber nicht mehr über sich ergehen lassen. Der Start ist heuer am 10. Juli um 08:50 Uhr. Dann werden die Teilnehmer der Olympischen Distanz auf der Wiesseer Seeseite bei Bayersäg in den Tegernsee laufen und diesen einmal queren um dann bei Seeglas ihre Fahrräder in Empfang zu nehmen. Nach der finalen Laufstrecke dürften die ersten Teilnehmer nach knapp zwei Stunden wieder im Ziel, und somit am Strandbad Seeglas, sein.

Wir haben im letzten Jahr bereits mit Georg Ruck zur 14. Auflage des Triathlons ein ausführliches Gespräch zum Ablauf, den Kosten und den Herausforderungen bei der Organisation geführt. Da seine Antworten immer noch aktuell sind, wollen wir das Interview nicht vorenthalten.

 

Tegernseer Stimme: Der Triathlon findet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. Kommt der Plan dafür inzwischen einfach aus der Schublade?

Ruck: Leider nein. Der Aufwand ist jedes Jahr riesig. Ich vergleiche das gerne mit einem Fußballturnier – da sitz ich nur am Computer: Der Platz ist da, die Wirtsleute sind da, ich besorge ein paar Schiedsrichter und überlege mir einen Turnierablauf und dann geht’s los.

Den Triathlon aber stampfen sie jedes mal neu aus dem Boden. Sie haben nur ein Gelände und den See. Die Infrastruktur braucht man jedes Jahr neu: da müssen die Startplätze und Wechselzonen und die Strecke gesperrt werden. Zelte und die Zeitmessung rings um den See aufgebaut werden. Klar bekommt man Routine aber die Arbeit ist eigentlich immer die gleiche.

 

Tegernseer Stimme: Wie viele Personen sind dafür an der Planung beteiligt?

Ruck: Im Planungsteam sind wir zu sechst. Wobei, ohne dass ich mich in den Vordergrund drängen will, die meiste Arbeit an mir hängen bleibt. Für die anderen geht die Arbeit meistens erst mit der Veranstaltung selbst los. Derjenige, der sich zum Beispiel um die Startanlage oder die Wechselstationen kümmert, hat im Vorfeld nicht viel zu tun. Meine Arbeit besteht darin, dass ich zum Triathlonverband renne, mich um Genehmigungen kümmere und auf Veranstaltungen bin.

 

Tegernseer Stimme: Wie läuft das mit den Genehmigungen? Klappt das hier im Tal problemlos?

Ruck: Da ist’s wieder Glück, dass es das 14. Mal ist. Die meisten wissen inzwischen Bescheid und genehmigen alles ohne Probleme. Viel Arbeit ist es trotzdem: Die BOB muss zum Beispiel einen Schienenersatzverkehr organisieren, die Feuerwehren müssen Bescheid wissen, wir brauchen die Genehmigung der Seen- und Schlösserverwaltung und der Schiffahrt und und und.

Die Einzigen, die sich jedes Jahr querstellen, ist das Tegernseer Rathaus. Die endgültige Genehmigung für die Straßensperrungen kommt aber zum Glück aus Miesbach und das Landratsamt hat noch immer zugestimmt. Egal, was die Tegernseer gesagt haben.

 

Tegernseer Stimme: Muss der Verein für die Genehmigungen auch bezahlen?

Ruck: Bei den Genehmigungen sind die Summen überschaubar. Teuer wird’s bei den Helfern: Die Wasserwacht kostet schnell ein paar hundert Euro. Die Feuerwehr rechnet so um die 20-25 Euro pro Stunde und Mann. Da kommt schnell was zusammen. Unser Glück ist, dass die Gmunder Feuerwehr komplett umsonst die Sicherung übernimmt.

 

Tegernseer Stimme: Bleibt bei den ganzen Kosten für den Verein eigentlich was übrig?

Ruck: Sagen wirs mal so: Ein Triathlon ist kein gutes Geschäft. Ein bisschen was bleibt aber schon übrig. Ich sage mal rund 30% der Startgebühren. In den ersten Jahren haben wir aber auch noch kräftig drauf gezahlt. Da haben wir das ganze Material erst kaufen müssen, für Absperrungen, Wechselzonen usw.

 

Tegernseer Stimme: Warum versuchen Sie dann nicht einfach mehr Teilnehmer zu bekommen? Mehr Starter – mehr Geld. Oder nicht?

Ruck: Der Aufwand wäre tatsächlich nicht viel größer. Unser Problem ist aber, dass wir durch das kurze Zeitfenster für die Veranstaltung stark begrenzt sind. Wir können in der kurzen Zeit beispielsweise nie 1.000 Leute über die kleine Mangfallbrücke laufen lassen. Und wenn wir in kleinen Gruppen starten lassen und hier die Hauptschlagadern über den ganzen Tag sperren, schimpfen alle. Das geht einfach nicht.

 

Tegernseer Stimme: Haben Sie schon mal überlegt, die Einnahme durch Sponsoren oder Werbepartner zu steigern?

Ruck: Das Problem ist, dass wir die komplette Veranstaltung selbst organisieren. Uns hilft keine Agentur, kein professioneller Veranstalter oder sonstwer. Wir machen das alles ehrenamtlich und haben einfach nicht die Zeit uns um eine professionelle Vermarktung zu kümmern. Außerdem würde das auch nicht funktionieren. Sobald wir damit richtig viel Geld verdienen, kämen sich doch auch die ganzen ehrenamtlichen Helfer getäuscht vor. Nach dem Motto: Die verdienen das Geld und wir stehen Stunden umsonst im Regen.

 

Tegernseer Stimme: Wie viele Ehrenamtliche helfen denn direkt am Veranstaltungstag?

Ruck: Wenn ich wirklich alle, also Polizei, Feuerwehr usw., dazu zähle, sind es um die 250 Helfer. Rein aus dem Verein sind’s bestimmt noch um die 150-180. Das wird aber immer schwerer, Ehrenamtliche zu finden. Die haben alle immer weniger Zeit und Lust.

 

Stimme: Herr Ruck, wir Danken für das Gespräch.

 

 

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