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Top-3-Artikel des Jahres: „Tierquälerei durch Försterhand ist eine Schand’ fürs Bayernland“

Von Martin

Unser Rückblick auf die meistgelesenen Tegernseer-Stimme-Artikel der vergangenen zwölf Monate geht weiter. Heute die Nummer Zwei mit einem fast schon vergessenen Thema, das bereits im Januar über 5.000 Mal gelesen wurde und für insgesamt 159 Kommentare sorgte.

Ein Thema, über das die etablierten Medien, aus welchen Gründen auch immer, nichts schreiben wollten. Das aber trotzdem viele interessierte und in gewisser Hinsicht stark polarisierte.

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Ergänzung vom 19. Januar / 11:46 Uhr
Wald und Wild gehören nicht den Forstbehörden, sondern den bayerischen Bürgern. So sieht es Ernst Fink von der Jagdagenda21. Der Initiator der Demonstration vom vergangenen Dienstag in Kreuth stand uns für ein kurzes Videointerview zur Verfügung.

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Darin stellt Fink unter anderem klar, warum seiner Meinung nach die CSU-Landtagsfraktion mitverantwortlich ist für den Leitsatz “Wald vor Wild”, der immer noch prägend sei für die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten.

Und er schildert anschaulich wie es sich für einen Jäger anfühlt, aufgrund der hohen Abschusszahlen, ein trächtiges Tier erlegen zu müssen.

Ursprünglicher Artikel vom 17. Januar:
15 Demonstranten, darunter einige Jäger und auch ein paar Einheimische versammelten sich heute Mittag in Kreuth, um für eine tierschutzgerechte Jagd von wildlebenden Tieren zu demonstrieren.

„Wald vor Wild“ um jeden Preis. Drückjagden im Hochwinter. Viel zu hohe und nicht erfüllbare Abschusszahlen für Rotwild und Gämse. „Nicht mit uns!“, skandiert Professor Dr. Ernst Fink, Initiator der Kundgebung und ergänzt: „Die Vorgaben, die von den bayerischen Staatsforsten auch noch unterstützt werden, sind ein Hohn für die traditionelle Auffassung der Jägerschaft.“

Fink ist selbst Jäger. Aber nicht als solcher, sondern als bayerischer Staatsbürger, vor allem aber als Befürworter einer tiergerechten Jagd habe der Franke die heutige Demonstration an der Bundesstraße im Kreuther Ortszentrum organisiert.

„Der Wald und das Wild gehört allen und nicht den bayerischen Staatforsten alleine“

Finks Aufruf waren einigen Sympathisanten aus dem Tegernseer Tal mit Plakaten gefolgt. Anlass der Demonstration sei laut Fink die Tagung der Landtagsfraktion der CSU in Wildbad Kreuth gewesen.

"Der Initiator Ernst Fink (vierter von links) und seine Mitdemonstranten im Kreuther Zentrum.

„Wir hoffen, dass sich der eine oder andere Politiker die Zeit nimmt und sich mit uns persönlich über das heikle Thema unterhält“, sagte Fink. Für den Freistaat Bayern, also im Auftrag der Landesregierung, bewirtschaften die bayerischen Staatsforsten (BaySF) rund 720.000 Hektar Wald.

Von den BaySF würden viel zu hohe Abschusszahlen vorgegeben. „Weil diese nicht erfüllt werden können, will man jetzt die Jagdzeiten über den 15. Januar eines jeden Jahres hinaus verlängern.“ In dieser Zeit des Jahres ist die natürliche Winterruhe des Wilds. Ziel der Abschusszahlen ist es, den Wildbestand niedrig zu halten, um somit die Wälder beispielsweise vor „Wildverbiss“ zu schützen.

“Drückjagden sind Tierquälerei.”

Letztlich würden die Drückjagden sogar den „Wildverbiss“ provozieren, weil die Tiere ihre Energiereserven wieder auffüllen müssten und außer jungen Baumsetzlingen im Winter kaum andere Nahrung finden, weiß Fink und ergänzt: “Außerdem wird das Rotwild über Jahrzehnte an Winterfütterungen gewöhnt, die jetzt größtenteils eingestellt werden. Mit der Folge, dass viele Rehe und Hirsch verhungern.”

Eigentlich wollten die Demonstranten direkt vor den Augen der Politiker an der Hanns-Seidl-Stiftung für ihr Anliegen protestieren. Dafür hätten sie jedoch keine Genehmigung erhalten. Das Landratsamt habe „nur“ für das Ortszentrum in Kreuth eine Zusage erteilt.

Den Demonstrationsantrag beim Landratsamt Miesbach hatte Fink am Freitag, den 13. Januar gestellt. Das Rathaus in Kreuth wurde erst heute Morgen kurz vor 8 Uhr über die Pläne der JagdAgenda 21 informiert. Bürgermeister Josef Bierschneider war für eine Stellungnahme zu der Demo auf Kreuther Gemeindegebiet nicht erreichbar.

Die Bundesstraße in Richtung Wildbad Kreuth.

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