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Eindrücke vom Wiesseer WM-Waldfest

TOOR! TOOR! Und es regnet Späne am Sonnenbichl

Es war die richtige Entscheidung von Waldfest-Coach Wolfgang Sprenger und seinem Wiesseer Skiclub-Team. Trotz WM und Wetterkapriolen zogen sie ihr Fest am Wochenende durch. Deutschlandfans kamen dabei auch nicht zu kurz. Für sie regnete es gestern Abend sogar Sägespäne.

19 Uhr gestern Abend am Sonnenbichl in Bad Wiessee. An den nahezu voll besetzten Waldfest-Bierbänken herrscht ausgelassene Stimmung. 19.45 Uhr. Die ersten Nachfragen kommen, wo denn das Deuschlandspiel übertragen werde. „Hinten im Stüberl“, lautet die stete Antwort. Nach und nach leeren sich die Bänke. Nur ein paar wenige bleiben sitzen. Die Blaskapelle spielt indes – einige Pausen einkalkuiert – unbeirrt weiter.

Kein Public Viewing im herkömmlichen Sinne – weder findet die Fußball-Übertragung im Freien noch auf einer Leinwand statt, aber dafür auf einem Fernseher im Waldfest-Stüberl mit geöffneten Fenstern. Platz gibt es für rund 80 Leute, aber am Ende tummeln sich über 100 darin. Die Besucher sitzen teilweise in den Fensterrahmen oder quetschten sich stehend auf Bierbänke.

TOOR! TOOR!

20 Uhr. Anpfiff. Die Stimmung im Stüberl ist ausgelassen und voller Hoffnung für die deutsche Mannschaft. Nach 32 Minuten der erste große Dämpfer: Es steht 0:1. „Auf geht’s Deutschland, schießt ein Tor“, singen die Fans im Chor. Dann ist Halbzeit. Kurz nach dem Wiederanpfiff – in der 48. Minute – bringt Marco Reus das deutsche Team wieder auf Kurs und erzielt den Ausgleichtreffer.

Das Stimmung im Stüberl ist “out of control”. Vor Freude springen die Fans nach oben und hauen auf die Holzdecke über ihnen. Es regnet Sägespäne. Einige retten ihr Bier noch mit einem Bierdeckel. Der Rest trinkt mit Spänen auf dem Kopp weiter. Als Boateng für ein Foul in der 82. Minute die rote Karte sieht, ist die deutsche Mannschaft nur noch zu zehnt auf dem Spielfeld. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit gelingt Toni Kroos mit einem indirekten Freistoß das entscheidende Tor zum 2:1 und damit zum Sieg. Die Fans eskalieren.

Und wieder hagelt es Sägespäne. Für Waldfest-Organisator Wolfgang Sprenger und seine Nachfolgerin Manuela Sacher ist der rieselnde „Feenstaub der Männer“ gestern sicher ein gutes Omen gewesen. Echten Regen gab es jedenfalls erst zum Schluss. Und auch sonst musste kein Besucher ausgewechselt werden oder auf der heimischen Ersatzbank sitzen. Einfach kroosartig, finden Sie nicht?

Waldfest am Sonnenbichl (Bilderstrecke: N. Kleim):

Bis zum nächsten Jahr!

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