Webseiten-Zugriffe steigen kontinuierlich

TTT verzeichnet Surfer-Rekord

Von Steffen Greschner

Ergänzung vom 21. Februar 2012 / 9:18 Uhr:
Zufrieden zeigt sich TTT-Chef Georg Overs über die Zugriffszahlen auf tegernsee.com. Von 1.149 Millionen Besuchen in 2008 auf 1.48 Millionen im Jahr 2011 haben sich die Zahlen steigern lassen. Ein Zuwachs um 29%.

Und das neue Jahr startet für die Touristiker mit einem Rekord. 197.000 Besuche im Monat Januar bedeuten im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Steigerung um weitere 44%. Alleine die Zahl der Besuche über Suchmaschinen hat sich innerhalb eines Jahres fast verdreifacht.

Besucherübersicht tegernsee.com aus den Jahren 2008 bis 2011. Quelle: TTT

Vor allem die Zugriffe über Schlagwort-Kombinationen wie „Wandern Tegernsee“, „Langlaufen Tegernsee“, „Rodeln Tegernsee“, „Ferienwohnung Tegernsee“ und „Hotel Tegernsee“ seien laut TTT stark gestiegen sind.

Georg Overs sieht darin ein klares Zeichen, dass das Internet für den Tourismus immer wichtiger wird. Und das nicht nur zur Vorabinformation über mögliche Aktivitäten und Unterkünfte im Tegernseer Tal, sondern auch für die Buchung.

Overs wird in seiner Meinung bestärkt durch diverse Studien, die die Bedeutung des Internets für den Gast hervorheben. Dabei bucht mittlerweile auch ein signifikanter Teil der „Internet-Nutzer“ die eigene Reise direkt über das Internet.

Alleine zwischen dem Jahr 2005 und 2010 ist laut der „Reiseanalyse 2011“ der Anteil an Online-Buchungen bei Urlaubsreisen ab fünf Tagen Dauer von 10,9 auf 25,5 Prozent gestiegen. Im Kurztrip-Bereich ist die Quote noch höher.

Ursprünglicher Artikel vom 30. Januar
Der Masterplan Tourismus kostet die Gemeinden derzeit 900.000 Euro jährlich. Und das zusätzlich zu den bisherigen Abgaben, die sie leisten müssen.

Vor einem Jahr noch stellte TTT-Chef Georg Overs klar, dass die Rechtfertigung für die hohen Kosten am Ende aus einer Steigerung der Übernachtungszahlen resultieren müsse. „500.000 Übernachtungen zusätzlich in 10 Jahren. Das ist zwar ein ambitioniertes Ziel. Aber daran werden wir uns messen lassen.“

Heute hat Overs die aktuellen Zahlen vorgestellt. Und so ganz zufrieden zeigt sich der Tourmismusmanager nicht. Gegenüber dem Merkur stellt Overs klar, dass das Hauptziel des Masterplans, für mehr Betten zu sorgen, bislang verfehlt worden sei.

Dabei sind die Zahlen des vergangenen Jahres im Vergleich zu früheren Jahren grundsätzlich positiv. Von Januar bis November sind im Tegernseer Tal 1.341.113 Übernachtungen gezählt worden. Das bedeutet ein Plus von 3,89%. Bei den Gästezahlen gab es sogar eine Steigerung um 14,19% auf 282.256 Gäste.

Die aktuellen Zahlen von Januar bis Dezember 2011. Da das statistische Landesamt nur Betriebe mit mehr als neun Betten berücksichtigt, ist deren Steigerung im Vergleich zum Vorjahr noch höher, als die TTT-internen Zahlen, die auf den Meldescheinen beruhen. Quelle: TTT

Für Overs eine gute Leistung. Vor allem wenn man sich die um vier Prozent zurückgegangene Bettenanzahl anschaut. Dies deute auf eine höhere Auslastung der Hotels hin. Wie die Zahlen heruntergebrochen auf die einzelnen Gemeinden aussehen dazu wollte Overs im Gespräch nichts konkretes sagen. „Zuerst werden wir die Gemeinderäte vor Ort informieren. Wir haben da eine Verpflichtung gut und ausführlich zu kommunizieren. Und der wollen wir auch nachkommen.“

Rottach-Egern stehe auf alle Fälle gut da und Bad Wiessee sei trotz einiger geschlossener Hotels, wie dem ehemaligen Lederer am See, zumindest nicht noch weiter abgesackt.

Neue Buchungssoftware

Die Tendenz ist klar und so heißt es für den modernen Gast: Das Internet macht Lust auf mehr, informiert und lässt mich einfach und problemlos buchen. Damit das in Zukunft am Tegernsee für alle Gastgeber noch besser funktioniert, hat die TTT sich nun entschieden zum 1. Mai auf eine neue Buchungsplattform umzustellen.

Vom bisherigen System Tiscover werde man, wie auch schon die ATS, auf im-web umstellen. Ein sinnvoller Schritt, da die beiden Organisationen mittelfristig so oder so eine Fusion anpeilen.

Für die Gastgeber im Tegernseer Tal ist die Umstellung zwar nicht sehr einfach, dafür aber mit vielen Vorteilen verbunden. Das neue System sei komplett auf deutsch gehalten. Und die Provision sinke von 13% netto auf 12% brutto. Bei Tiscover wäre sie dagegen ab dem 1. März auf 15% gestiegen, so Overs.


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