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Landratsamt lässt Asylbewerber untersuchen

Tuberkulose-Fall in Weyarn

Von Robin Schenkewitz

In der Asylbewerberunterkunft in Weyarn ist ein TBC-Fall aufgetreten. Das teilt das Landratsamt Miesbach heute mit. Der 42-Jährige wurde daraufhin sofort in ein Krankenhaus gebracht. Nun wird auch das Umfeld des Pakistani überprüft. Besonders gefährdet: Kinder und schwangere Frauen.

Im Weyarner Gasthof Pritzl sind Asylbewerber untergebracht. Nun wurde hier ein TBC-Fall bekannt.
Im Weyarner Gasthof Pritzl sind Asylbewerber untergebracht. Nun wurde hier ein TBC-Fall bekannt.

Nachdem vor zwei Wochen ein TBC-Fall in der Tegernseer Asylbewerberunterkunft bekannt gemacht wurde, gibt es nun auch in Weyarn einen Erkrankten. Wie die medizinische Leiterin des Gesundheitsamtes in Miesbach, Dr. Heike Hergenröder, mitteilt, wurden bei einem 42-jährigen Mann aus Pakistan per mikroskopischer Untersuchung Tuberkelbakterien festgestellt.

Wie das Landratsamt nun berichtet, wurde sofort nach Bekanntwerden der TBC-Erkrankung ein sogenannter Infekttransport eingeleitet. Der Pakistani wird nun in einer Lungenfachklinik untersucht und weiter behandelt. „Wir werden auch das Umfeld des Erkrankten genau untersuchen“, versichert Hergenröder. Nach aktuellen Erkenntnissen, war der betroffene Mann schon früher an TBC erkrankt und wurde daher auch durch das Gesundheitsamt überwacht.

Nun konnte ein Wiederaufkeimen der Erkrankung festgestellt werden, so die Ärztin. Alle Personen, die mit ihm in besonders engem Kontakt standen, sollen nun die nächsten Tage im Agatherieder Krankenhaus geröngt werden. Bei allen anderen Personen wäre eine Blutuntersuchung nach zwei Monaten ausreichend.

Frauen und Kinder besonders gefährdet

Besonders wichtig ist es, laut Hergenröder, die Kinder aus dem direkten Umfeld des TBC-Erkrankten genau zu untersuchen, weil hier das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet sei. In der Unterkunft, in der der TBC-Fall nun aufgetreten ist, befinden sich, wie aus der Mitteilung des Landratsamtes hervorgeht, auch zwei schwangere Frauen.

Laut Gesundheitsamt kann die Krankheit nur innerhalb eines geschlossenen Raumes und binnen acht Stunden übertragen werden – und das nur bei direktem Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt. Sollte sich also jemand angesteckt haben, ist dieser vorerst selbst nicht mehr ansteckend. Ansteckend sind TBC-Erkrankte erst wieder nach Monaten.

Landrat Wolfgang Rzehak informierte sofort nach Bekanntwerden des TBC-Falls den ortsansäßigen Bürgermeister, Leonhard Wöhr. Auch die ehrenamtlichen Helferkreise, sowie die Asylsozialarbeiter wurden umgehend vom Integrationsbeauftragen Max Niedermeier von der TBC-Erkrankung des Weyarner Asylbewerbers in Kenntniss gesetzt. Auch der leitende BRK-Notarzt im Landkreis wurde informiert. Die Polizei Holzkirchen half bei der Überführung des Erkrankten in die Lungenfachklinik.

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