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Kolumne: Alice im Oberland

Über Hornochsen und Rinder

Von Toni

Zu welcher Gattung Hornochsen gehören, darüber ist sich die Menschheit keineswegs einig. Allein im Internet sind deutlich mehr Bilder von Menschen unter der Bezeichnung zu finden, als von männlichen Rindern mit Hörnern.

Nun gut, die meisten von uns kennen sicher Momente in denen ihnen Hörner aufgesetzt wurden. Die Momente, in denen umgekehrt wir jemanden Hörner aufgesetzt haben, die sind weniger leicht erinnerbar. Woran das wohl liegt… ?

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Neulich war mein Freund Anton bei mir zu Gast. Er hatte in einer bekannten Traditionswirtschaft zu Abend gespeist – Ochsengulasch und ein Tegernseer Spezial – und zelebrierte so eine kleine private Feier. Denn in dieser urigen Wirtschaft hatte er seine Frau kennengelernt, die das mittlerweile anderthalbjährige Töchterchen, derweil er ein Wochenendseminar hielt, zuhause versorgte.

Im Anschluss an sein abendliches Mahl dachte sich Anton er könne doch mit den Seminarteilnehmern am nächsten Tag hier zu Mittag speisen. Er erhob sich, ging auf den Wirt zu, der hinter den Tresen Bier ausschenkte und wollte für zwölf Personen reservieren. „Geht nur per E-Mail“, sagte der Wirt kurz angebunden.

Das war wohl so ein Moment, in dem irgendwie die Hörner von Ochsen eine Rolle spielten. Nur wer wem Hörner aufsetzte, war noch nicht entschieden. Anton zückte sein Smartphone, klickte auf die Website der Wirtschaft, fand sofort unter Kontakte die E-Mail-Adresse und sendete vor den Augen des Wirtes seine Reservierungsanfrage per Mail ab. „Gut“, meinte der Wirt. „Dann bekommen Sie bis Mitternacht von mir Bescheid.“

Hornochsen-freies Gebiet

Vielleicht gehören ja Rinder mit Hörnern bald den vom Aussterben bedrohten Haustierarten an und finden sich als solche auf den roten Listen der EU und bestenfalls subventioniert in Archehöfen. Denn immerhin verkündete der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner im August, dass in Zukunft Rinder ohne Hörner gezüchtet werden sollen.

Die Abendzeitung fragte daraufhin besorgt: „Ist Bayern bald Hornochsen-frei?“. Das könnte sein, so die Antwort, denn die Wissenschaft habe festgestellt, dass auf natürliche Art hornfreie Rinder die gleiche Milchleistung erzielen wie gehörnte.

Achtung: Wer hier männliche von weiblichen Rindern, ganz gleich ob mit oder ohne Hörner, nicht unterscheiden kann und alle in einen Topf wirft, aus dem am Ende Ochsen oder gar Hornochsen herauskommen, der sei gewarnt: Bayern könnte, laut Abendzeitung, in den nächsten Jahrzehnten tatsächlich hornochsenfrei sei, denn vier Prozent aller Fleckviehbesamung in Bayern wurde mit hornlosen Ochsen durchgeführt. Die Tendenz sei steigend, heißt es weiter.

P.S.: Wie eine Besamung mit Ochsen, so werden üblicherweise kastrierte Stiere bezeichnet, möglich ist, stand nicht in der Zeitung.

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