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Energiewende im Tegernseer Tal...

“…und wie sie umgesetzt wird”

Von Martin

Er ist eine der großen Herausforderung des 21. Jahrhunderts ‒ der stetig wachsende Energiebedarf. Der Beschluss der Bundesregierung, sich von der Atomenergie zu verabschieden, heizt die politischen Diskussionen dabei zusätzlich an. Und auch im Tegernseer Tal wird über alternative Energieträger nachgedacht und mittlerweile auch gehandelt.

So plant das E-Werk in den kommenden Jahren weitere Großinvestitionen im Bereich der regenerativen Energien rund um den Tegernsee. „Langfristiges Ziel ist es große Teile der Stromerzeugung über erneuerbare Energieträger sicherzustellen“, das sagte Norbert Kruschwitz, Chef des E-Werks erst im Juli dieses Jahres.

Ein sichtbarer Teil davon ist zum Beispiel das neue Wasserkraftwerk, das erst letztes Jahr für rund eine halbe Million Euro in Kreuth entstanden ist. Mit der neuen „Dive-Turbine“ sollen derzeit bis zu 280 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Aber nicht nur das E-Werk arbeitet an der Energiewende, sondern auch private Initiativen beschäftigen sich mit den neuen Herausforderungen. So wurde erst vor kurzem in Gmund die erste private Kleinkraftwindanlage im Tegernseer Tal genehmigt. Bauer Klaus Kordes will damit zukünftig auf umweldschonende Weise Strom erzeugen.

Kraftwerk in der Tuften

Ein Anliegen, das auch Josef Bogner und seinen Mitstreitern am Herzen liegt. Das Unternehmen – die RETEG (Regenerative Energien Tegernsee) – will mit ihrem Kraftwerk in der Tuften die derzeitige Strom- und Wärmeversorgung im Tegernseer Tal revolutionieren.

Durch das so genannte Vergasen von Holz soll dieses energieeffizienter eingesetzt werden und damit den steigenden Rohstoffverbrauch abmildern. Wichtig ist Bogner dabei auch, dass die Transportwege kurz bleiben.

Es macht keinen Sinn ein großes Kraftwerk am einen Ende zu bauen, was dann das ganze Tal versorgen soll. Sinnvoller wäre es mehrere Kleine zu bauen, die dann die Haushalte lokal versorgen könnten.

Damit soll, und da sind sich der E-Werk Chef und Bogner einig, der Weg zur Energieautarkie geebnet werden. Das bedeutet dass in Zukunft das Tal und der Landkreis nicht mehr auf externe Versorger angewiesen sein sollen.

Hier soll demnächst ein Kraftwerk entstehen

Dazu beitragen könnte auch ein sogenanntes Blockheizkraftwerk das am kommenden Donnerstag im Alten Schalthaus in Tegernsee vorgestellt wird und mit dem die konventionelle Heizung in Gebäuden ersetzt werden soll.

„Das Blockheizkraftwerk hat den großen Vorteil, dass man die Abwärme, die durch die Stromproduktion entsteht, auch noch zum Heizen verwenden kann“, erläutert Ingo Kindermann, Pressesprecher des E-Werks das Verfahren. In Tegernsee nennt man das “Energie für dahoam.”

Interessierte seien laut Kindermann herzlich eingeladen sich das das Verfahren einmal genauer erklären zu lassen. Eine erste Veranstaltung gibt es am 11. Oktober. Der Beginn ist um 18 Uhr.


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