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Vater stellt Videos des sexuellen Missbrauchs ins Internet

Valleyer soll eigene Tochter misshandelt haben

Bei der Vorstellung bekommt man eine Gänsehaut: ein 28-jähriger Valleyer soll sich mehrmals an seiner Tochter vergangenen und das Ganze dann sogar noch auf pädophilen Plattformen im Internet geteilt haben. Nun steht der Vater vor Gericht.

Seit Dienstag muss sich die 1. Jugendstrafkammer am Landgericht München II mit einem schweren Fall von sexuellem Missbrauch beschäftigen. Auf der Anklagebank sitzt ein 28-jähriger Vater aus Valley. Dieser soll die eigene Tochter, die fast noch ein Baby war, zwischen 2014 und 2017 mehrfach sexuell manipuliert haben, wenn sie bei ihm war. Der 28-Jährige lebt getrennt von der Mutter.

Doch damit nicht genug. Der Valleyer soll die Übergriffe auch noch gefilmt und fotografiert haben, um sie später allesamt auf seinem Computer zu speichern. Dort fand die Polizei im Oktober 2018 kinderpornographische Inhalte mit einer Gesamtspieldauer von über elf Stunden. Die Fahnder kamen ihm deshalb auf die Spur, da der Mann das Material zusätzlich auf pädophilen Plattformen geteilt hat.

Die Cybercrime-Zentralstelle der Generalstaatsanwaltschaft erhobt daraufhin Anklage. Zu Beginn des Prozesses am Dienstag las der Angeklagte eine Stellungnahme vor, in der er seine Taten einräumte und sich entschuldigte. Er erklärte den mehrfachen sexuellen Missbrauch seiner Tochter mit seiner „pädophilen Neigung.“

Bereits wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Weitere Fragen zur Tat, ließ er nicht zu. Sein Verteidiger Alexander Betz versuchte Richterin Regina Holstein immer wieder in ihren Fragen zu stoppen. Der Grund? Ihm war die Gefahr zu groß, dass sich der 28-Jährige durch seine Antworten Richtung Sicherheitsverwahrung manövrieren würde. Denn das ist bei einem Wiederholungstäter nichts Ungewöhnliches.

Bereits 2014 musste sich der gebürtige Stuttgarter wegen unsittlicher Berührungen an den Töchtern seiner Lebensgefährtin vor dem Miesbacher Amtsgericht verantworten. Er wurde wegen sexuellen Missbrauchs zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das aktuelle Vergehen, der Missbrauch an seiner eigenen Tochter, wiegt jedoch deutlich schwerer.

Das psychiatrische Gutachten gaben zumindest kleine Einblicke in den Lebenslauf des Valleyers. Mit sechs Jahren zog er mit seiner Mutter nach Miesbach. Er absolvierte eine Schreinerlehre, arbeitete aber nur kurz in der Branche. Er verdiente seinen Lebensunterhalt hauptsächlich bei Umzugsfirmen im Landkreis Miesbach, München und Österreich. Der Prozess vor dem Landgericht dauert an.


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