Luxusobjekte am Tegernsee zum Schnäppchenpreis?

Verkaufe Traumhaus für 1 Euro

Sechs Zimmer, Küche, mehrere Bäder inklusive Seeblick und Hanglage am Tegernsee. Kostenpunkt: 1 Euro. Was zunächst wie ein Scherz klingt, haben TS-Leser am Dienstag im Immobilienportal immonet.de gefunden. Kann an der Geschichte wirklich etwas dran sein?

200 Quadratmeter für 1 Euro? Zu schön um wahr zu sein ... /Quelle: Screenshot
200 Quadratmeter für 1 Euro? Zu schön um wahr zu sein … /Quelle: Screenshot

Druckfehler, verfrühter Aprilscherz oder doch etwa seriöses Angebot? Wer am Dienstag die Seite des Immobilienportals immonet.de öffnete, mochte bei der Trefferauswahl zum Thema „Haus kaufen in Tegernsee“, seinen Augen nicht trauen. Zwei wahre Luxusvillen mit allerlei Extras wurden über den Dienstleister zum Verkauf angeboten. Das an sich ist ja nichts besonderes, der Preis dagegen schon.

Die „traditionelle Villa mit wunderschönem See- und Bergblick am Tegernsee“ – verteilt auf 198 Quadratmeter Wohnfläche und einem parkähnlichen Grundstück – sollte laut den Angaben schlappe 100 Cent kosten. Ein zweites Objekt mit ähnlichen Ausstattungsmerkmalen lag mit einem Cent sogar noch deutlich darunter.

Preis auf Anfrage

Schwer vorstellbar, dass das Angebot ernst gemeint ist. Und all denjenigen, die sich bereits voller Freude als künftige Hausbesitzer einer Luxusvilla am Leeberg wähnten, sei an dieser Stelle gesagt: Es war nur ein symbolischer Preis. Vermittelt wird das Objekt von Duken & v. Wangenheim. Ein Mitarbeiter erklärte auf TS-Nachfrage, dass dieser Wert als ein „Preis auf Anfrage“ zu verstehen sei.

Branchenkenner kennen diese Vorgehensweise von Immobilienfirmen, wenn der tatsächliche Preis nicht in der Öffentlichkeit kommuniziert werden solle. Hintergrund ist, dass die Eigentümer insbesondere bei höherpreisigen Objekten vermeiden wollen, dass Nachbarn und Bekannte über den wahren Wert im Bilde sind.

Neu ist die Festlegung eines illusorisch niedrigen Preises für ein Luxus-Haus nicht. Scherzanrufe oder verwunderte Rückfragen habe es bislang nie gegeben, heißt es. Daher werde man auch in Zukunft an dieser Vorgehensweise festhalten, so der Mitarbeiter. Dennoch wurde der verwirrende Preis im Verlauf des Dienstags noch auf der Webseite aktualisiert. In diesem besonderen Fall müssen Kaufwillige nun mindestens drei Millionen Euro hinblättern.„Zu früh gefreut“, muss man da leider sagen. Es wäre auch zu schön, um wahr zu sein.

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